Eine Weisheit im Tennis lautet, das das entscheidende am Ende weniger ist, den Matchball zu versenken, als viel mehr sich jenen herauszuspielen.
Nun zuerst sei gesagt, das man natürlich beides machen sollte um zu gewinnen und im Fußball gibt es natürlich auch keine Matchbälle. Aber eine ähnliche Situation konnte sich Leipzig in punkto Direktaufstieg schaffen. Ein Sieg gegen Rostock und man könnte den Aufstieg im letzten Heimspiel gegen Saarbrücken sicher machen. Eine somit ideale Situation um hochmotiviert in das Spiel zu gehen.
Für ordentlich Unterstützung war gesorgt, denn 1000 Schlachtenbummler aus Leipzig begleiteten die Roten Bullen zumeist im Sonderzug.
In Rostock erwartete die Leipziger das nicht sehr überraschende (und auch irgendwie nicht sonderlich orginelle) Bild, ein Banner hier, ein paar Nettigkeiten da und zwischendrin ein paar Rostocker mit Anfangsstimmungsboykott. Nun könnte das Motto des Boykotts "keine Bühne bieten" natürlich dem ein oder anderen ein schmunzeln entlocken, da solche Aktionen erst recht eine Bühne schaffen, aber lassen wir dies einfach so im Raum stehen.
Alexander Zorniger ließ die mittlerweile bewährte Formation auflaufen, bis auf eine Änderung. Fandrich hatte sich verletzt und wurde somit durch Röttger ersetzt. Da Röttger eher der offensive Akteur ist, wechselte er zudem mit Kaiser die Plätze und agierte somit hinter den Spitzen.
Die Leipziger natürlich vom Beginn an mit hohen Druck auf das Rostocker Tor. Die Hausherren versuchten sich derweil im Kontern, scheiterten jedoch spätestens an Torwart Hünen Coltorti. Die Mehrheit der Chancen in der ersten Hälfte hatte sicherlich Rasenballsport. Nicht selten scheiterte man dabei wieder einmal an der Verwertung der Möglichkeiten.
Aber wenn es aus dem Spiel heraus nicht geht, tut es am Ende auch etwas Glück. Kurz vor der Pause, Kaiser wird gefoult, fällt im Strafraum, Elfmeter. Daniel Frahn lässt sich die Chance nicht nehmen und lupft den Ball gekonnt ins Tor. 1:0.
Man sollte nun denken, das sich bei einer solch knappen Führung beide Mannschaften in der 2. Hälfte einen erbitterten Kampf liefern. So wirklich sehen konnte man dies auf dem Platz aber nicht. Die Roten Bullen mit wenigen Möglichkeiten und angezogener Handbremse, Rostock wohl unentschlossen das Spiel noch herumreißen zu können. Schwache Hälfte beider Teams.
Es blieb somit ein Sieg und die Gewissheit im Heimspiel alles klar machen zu können. Dürfte den Kartenvorverkauf ein wenig ankurbeln.
An dieser Stelle noch ein kurzer Kommentar zu den Begleiterscheinungen. Sollte es wirklich Intention vor dem Spiel gewesen sein Leipzig keine Bühne zu bieten, ging das ganze wohl ziemlich nach hinten los.
Wann immer Menschen Videos und Bilder sehen, wie Fangruppen ihr eigenes Stadion ramponieren, wann immer sie sehen, wie das Spiel für einige zur völligen Nebensächlichkeit verkommt, weil man den Eintritt nur gezahlt hat, um Frustabbau an der Staatsmacht zu betreiben und wann immer Menschen über Berichte stolpern, das einige auch vor Aktionen gegen eigene Fans nicht zurückschrecken. Nun immer dann betreibt man Werbung für Vereine wie Rasenballsport. Werbung die mehr wert ist als alle Werbebanden und Symbole in Logos zusammen.
FC Hansa Rostock - RB Leipzig
Montag, 28. April 2014
Vorbericht FC Hansa Rostock - RB Leipzig
Freitag, 25. April 2014
Eine kurzweilige Woche liegt hinter den Leipziger Fans. Das Feiern über den Sieg im Spitzenspiel war kaum beendet, da trudelte die DFL schon mit der Lizenz unter Bedingungen und Auflagen ein. Die Presse hielt sich ran und veröffentlichte ihrerseits Infos. Alles natürlich nicht zu belegen.
Die Roten Bullen gelten seit jeher nicht gerade als ein Verein, der mit Informationen um sich wirft und in solch einem brisanten Fall wird man natürlich nichts bestätigen oder verneinen.
Somit kann man sich vorerst auch wieder mit einer anderen Anforderung für die 2. Liga befassen, der sportlichen. Denn auch wenn es im Presserummel oft so scheint, durch ist man noch nicht.
Das schwerste Spiel des Restprogramms ist dabei sicher das an diesem Wochenende, in Rostock. Die Rostocker in letzter Zeit sportlich schwer angeschlagen, stellten nach sportlicher Talfahrt in der Rückrunde und einer Blamage im Landespokal das Trainerteam frei.
Mittlerweile ist ein neuer Trainer da und der konnte zumindest zuletzt ein 1:0 in Burghausen erringen. Ob ein knapper Sieg beim Tabellenletzten nun schon das Ende der Krise einläutet, wird man sehen.
Anhand des Trainerwechsels und natürlich sicher auch des Highlightcharakters für Rostock bei einem Spiel gegen den bösen Kommerzverein aus dem Flachland, sollte man sich aber nicht so sehr auf die letztere Form konzentrieren. Rostock mag eine der schwächsten Rückrundenteams und die zweitschlechteste Heimmannschaft der Liga sein, das Potential in der Mannschaft ist jedoch unverkennbar.
Dies bekamen die Leipziger auch schon in der eigenen Arena zu spüren, wo man 1:2 gegen die Kogge von der Küste verlor. Aufpassen muss Rasenballsport sicherlich zu den Stürmern vor allem auf David Blacha. Der erst 23 jährige pfeilschnelle Linksaußen von Rostock kam Anfang der Saison aus Sandhausen und versenkte selbst schon 10 Bälle im gegnerischen Tor. Auf jeden Fall jemand, der wenige Chancen liegen lässt und mit dem man sich nicht unbedingt auf ein Laufduell einlassen sollte.
In Leipzig sind derweil alle (bis auf die Langzeitverletzten) fit und natürlich heiß auf den Aufstieg. Alexander Zorniger dürfte mit der Formation vom Darmstadt Spiel auflaufen. Nach der überzeugenden Leistung gegen den Hauptkonkurrenten gibt es wenig Gründe irgendetwas zu ändern.
Hoffen wir somit das die Jungs mit 3 Punkten von der Küste heimkehren, dann könnte man (falls Darmstadt ihr Spiel ebenfalls gewinnt) im letzten Heimspiel den Aufstieg sicher machen. Das hätte doch was.
Die Roten Bullen gelten seit jeher nicht gerade als ein Verein, der mit Informationen um sich wirft und in solch einem brisanten Fall wird man natürlich nichts bestätigen oder verneinen.
Somit kann man sich vorerst auch wieder mit einer anderen Anforderung für die 2. Liga befassen, der sportlichen. Denn auch wenn es im Presserummel oft so scheint, durch ist man noch nicht.
Das schwerste Spiel des Restprogramms ist dabei sicher das an diesem Wochenende, in Rostock. Die Rostocker in letzter Zeit sportlich schwer angeschlagen, stellten nach sportlicher Talfahrt in der Rückrunde und einer Blamage im Landespokal das Trainerteam frei.
Mittlerweile ist ein neuer Trainer da und der konnte zumindest zuletzt ein 1:0 in Burghausen erringen. Ob ein knapper Sieg beim Tabellenletzten nun schon das Ende der Krise einläutet, wird man sehen.
Anhand des Trainerwechsels und natürlich sicher auch des Highlightcharakters für Rostock bei einem Spiel gegen den bösen Kommerzverein aus dem Flachland, sollte man sich aber nicht so sehr auf die letztere Form konzentrieren. Rostock mag eine der schwächsten Rückrundenteams und die zweitschlechteste Heimmannschaft der Liga sein, das Potential in der Mannschaft ist jedoch unverkennbar.
Dies bekamen die Leipziger auch schon in der eigenen Arena zu spüren, wo man 1:2 gegen die Kogge von der Küste verlor. Aufpassen muss Rasenballsport sicherlich zu den Stürmern vor allem auf David Blacha. Der erst 23 jährige pfeilschnelle Linksaußen von Rostock kam Anfang der Saison aus Sandhausen und versenkte selbst schon 10 Bälle im gegnerischen Tor. Auf jeden Fall jemand, der wenige Chancen liegen lässt und mit dem man sich nicht unbedingt auf ein Laufduell einlassen sollte.
In Leipzig sind derweil alle (bis auf die Langzeitverletzten) fit und natürlich heiß auf den Aufstieg. Alexander Zorniger dürfte mit der Formation vom Darmstadt Spiel auflaufen. Nach der überzeugenden Leistung gegen den Hauptkonkurrenten gibt es wenig Gründe irgendetwas zu ändern.
Hoffen wir somit das die Jungs mit 3 Punkten von der Küste heimkehren, dann könnte man (falls Darmstadt ihr Spiel ebenfalls gewinnt) im letzten Heimspiel den Aufstieg sicher machen. Das hätte doch was.
| Datum/Zeit | 26.4. 14 Uhr |
| Gegner | FC Hansa Rostock |
| Liga | 3. Liga |
| Spielort | DKB-Arena (29000 Plätze) |
| Vergangene Spiele | 23.11.2013 1:2 (H) |
| Trainer des Gegners | Dirk Lottner (seit 04/2014) |
| Medien | Livestream Fanradio Liveticker Liveticker (Twitter) |
Kommentar: Der Nachhall
Montag, 21. April 2014
Ein paar Tage sind vergangen seit dem Chaos um die abgesagte Choreo und man wundert sich beim lesen vieler Kommentare schon über die Richtung der Diskussion. Erstaunlich dabei ist vor allem, das sich die Hauptdiskussion sehr auf den allerletzten Teil des Durcheinanders bezieht, die Frage ob man die Choreo hätte ändern können oder nicht. Dabei schießt man sich wie üblich dann auf jene ein die gerade ins Bild passen.
Nun, wenn es wirklich am Ende nur um das Thema gehen würde, ob ein Motiv nun gesellschaftsfähig ist, wäre dem ganzen wohl weit aus weniger Bedeutung zugekommen. Wenn "nur" eine Gruppe sich mit dem Verein nicht einig geworden wäre das wohl ebenso.
Dafür das dies scheinbar das momentane öffentliche Kredo ist, sollten die Vereinsverantwortlichen wohl ihrem Glück danken, denn als viel mehr als Glück kann man dies nicht bezeichnen.
Man sollte sich vor Augen führen, das vor der letztendlichen Aufregung um einen Kompromissvorschlag, der ob nun nicht umsetzbar oder nicht gewollt, scheiterte, eine durchaus Breite Front dafür war, ein klares Statement im Spiel gegen den Umgang des Vereins in dieser Thematik zu setzen. Im Endeffekt scheiterte dies wohl nicht einmal direkt an der Nichtumsetzung des Kompromisses, sondern eher an der Kommunikation zu einer Nichtumsetzbarkeit. Das sicher danach auch die Situation genutzt wurde um schwelende Konflikte untereinander neu anzufeuern, ist natürlich ein zusätzlicher Faktor.
Trotzdem war es sogar nach der Absage der Choreo Macher so, das noch einige Ideen über andere Statements beim Spiel außerhalb eines Supportboykotts kursierten. Auch hier hatte der Verein wiederum Glück, das die Fronten wohl zu verhärtet waren um sich zu einigen (ich unterstelle jetzt mal nicht das man auf so etwas spekuliert).
Das dies alles keine Lappalie war dürfte sich auch aus den Argumentationsmerkmalen ergeben. Arroganz, Hinhaltetaktiken, Zensur und Bestechung, alles das fand sich in der Diskussion wieder.
Womit wir wieder beim oben genannten Glück wären. Denn nicht nur das der Verein Glück hatte das die Einigkeit an Kommunikationsproblemen und sicher auch Problemen untereinander so kurz vorher zerbrach, sie hatten zudem Glück das man sich auf Fanseite auch zu keinem Kompromiss einigte, man hatte Glück mit dem Verlauf der Diskussionen um das Thema und durch den Siegestaumel nach dem Spitzenspiel und den Feiertagen kamen auch danach kaum negative Stimmung auf.
Wären nur ein paar wenige Dinge im Vorfeld anders verlaufen, hätte man ein Spiel mit riesiger Medienpräsenz gehabt, bei dem der Red Bull Chef live und auf den ersten Blick sieht, das da mächtig was daneben gegangen sein muss. Ich kenne ihn persönlich nicht, aber wer solchen Erfolg hat, ist normalerweise niemand der solches einfach ignorieren würde.
Man kann nur hoffen das der Verein die sicher immer noch großen Bedenken, vor allem zu zu restriktiver Beeinflussung zerstreuen kann und auch über eigene Fehler nachdenkt. Die Fanbase wird während wir sportlich klettern nicht kleiner. Eher wird sie noch wesentlich wachsen, da wäre es fahrlässig sich solche Probleme allzu oft zu leisten.
Ich habe lang überlegt, ob ich auch noch Absätze zu den aktuellen Problemen mit einigen Entwicklungen schreiben sollte, die man vielleicht unter Jugendkultur einordnen kann. Dieses Thema allumfassend zu behandeln, würde aber dächte ich jeglichen Umfang sprengen, deswegen nur so viel. In den Fans von Fußballvereinen spiegelt sich immer auch der jeweilige Zeitgeist wieder und gerade eine höhere Emotionalität zu einigen Themen dürfte bei Fangruppierungen in diesem Bereich sicher höher sein. Trotzdem muss man auch diese mit ins Boot holen und gerade wenn man einen Fokus auf einen Familienverein setzt, kommt man um die Integration der jeweiligen Jugendelemente nicht umhin. Schließlich kommen die Kinder die sich so nett auf den Fotos machen auch mal in das Alter wo Sie nicht mehr ganz so "pflegeleicht" sind.
Nun, wenn es wirklich am Ende nur um das Thema gehen würde, ob ein Motiv nun gesellschaftsfähig ist, wäre dem ganzen wohl weit aus weniger Bedeutung zugekommen. Wenn "nur" eine Gruppe sich mit dem Verein nicht einig geworden wäre das wohl ebenso.
Dafür das dies scheinbar das momentane öffentliche Kredo ist, sollten die Vereinsverantwortlichen wohl ihrem Glück danken, denn als viel mehr als Glück kann man dies nicht bezeichnen.
Man sollte sich vor Augen führen, das vor der letztendlichen Aufregung um einen Kompromissvorschlag, der ob nun nicht umsetzbar oder nicht gewollt, scheiterte, eine durchaus Breite Front dafür war, ein klares Statement im Spiel gegen den Umgang des Vereins in dieser Thematik zu setzen. Im Endeffekt scheiterte dies wohl nicht einmal direkt an der Nichtumsetzung des Kompromisses, sondern eher an der Kommunikation zu einer Nichtumsetzbarkeit. Das sicher danach auch die Situation genutzt wurde um schwelende Konflikte untereinander neu anzufeuern, ist natürlich ein zusätzlicher Faktor.
Trotzdem war es sogar nach der Absage der Choreo Macher so, das noch einige Ideen über andere Statements beim Spiel außerhalb eines Supportboykotts kursierten. Auch hier hatte der Verein wiederum Glück, das die Fronten wohl zu verhärtet waren um sich zu einigen (ich unterstelle jetzt mal nicht das man auf so etwas spekuliert).
Das dies alles keine Lappalie war dürfte sich auch aus den Argumentationsmerkmalen ergeben. Arroganz, Hinhaltetaktiken, Zensur und Bestechung, alles das fand sich in der Diskussion wieder.
Womit wir wieder beim oben genannten Glück wären. Denn nicht nur das der Verein Glück hatte das die Einigkeit an Kommunikationsproblemen und sicher auch Problemen untereinander so kurz vorher zerbrach, sie hatten zudem Glück das man sich auf Fanseite auch zu keinem Kompromiss einigte, man hatte Glück mit dem Verlauf der Diskussionen um das Thema und durch den Siegestaumel nach dem Spitzenspiel und den Feiertagen kamen auch danach kaum negative Stimmung auf.
Wären nur ein paar wenige Dinge im Vorfeld anders verlaufen, hätte man ein Spiel mit riesiger Medienpräsenz gehabt, bei dem der Red Bull Chef live und auf den ersten Blick sieht, das da mächtig was daneben gegangen sein muss. Ich kenne ihn persönlich nicht, aber wer solchen Erfolg hat, ist normalerweise niemand der solches einfach ignorieren würde.
Man kann nur hoffen das der Verein die sicher immer noch großen Bedenken, vor allem zu zu restriktiver Beeinflussung zerstreuen kann und auch über eigene Fehler nachdenkt. Die Fanbase wird während wir sportlich klettern nicht kleiner. Eher wird sie noch wesentlich wachsen, da wäre es fahrlässig sich solche Probleme allzu oft zu leisten.
Ich habe lang überlegt, ob ich auch noch Absätze zu den aktuellen Problemen mit einigen Entwicklungen schreiben sollte, die man vielleicht unter Jugendkultur einordnen kann. Dieses Thema allumfassend zu behandeln, würde aber dächte ich jeglichen Umfang sprengen, deswegen nur so viel. In den Fans von Fußballvereinen spiegelt sich immer auch der jeweilige Zeitgeist wieder und gerade eine höhere Emotionalität zu einigen Themen dürfte bei Fangruppierungen in diesem Bereich sicher höher sein. Trotzdem muss man auch diese mit ins Boot holen und gerade wenn man einen Fokus auf einen Familienverein setzt, kommt man um die Integration der jeweiligen Jugendelemente nicht umhin. Schließlich kommen die Kinder die sich so nett auf den Fotos machen auch mal in das Alter wo Sie nicht mehr ganz so "pflegeleicht" sind.
RB Leipzig - SV Darmstadt 98
Sonntag, 20. April 2014
Es gibt Spielberichte die man ungern schreibt und andere schreiben sich fast von selbst.
Das Spitzenspiel gestern dürfte wohl eindeutig zur zweiten Kategorie gehören. Eine wahnsinnige Kulisse in der Red Bull Arena, zwei Spitzenmannschaften auf dem Platz, die Chance zum direkten Aufstieg zum greifen nah, ideale Bedingungen.
Trainer Alexander Zorniger schickte trotz der die Woche teils großen Kritik die Aufstellung vom Dortmund Spiel auf den Platz. Einzig Georg Teigl musste Anthony Jung weichen. Ein Wechsel der sicher auch den zu erwartenden Offensivspiel der Gegner zu schulden war.
Beide Mannschaften begannen erwartungsgemäß druckvoll. Die Linien zu Anfang etwas gefährlicher gen Leipziger Strafraum, jedoch ohne die Hintermannschaft der Roten Bullen vollends überwinden zu können. Besser machte es Rasenballsport. 18. Minute, eine gut platztierte Flanke der Leipziger in den Strafraum, Darmstadt wehrt den darauffolgenden Kopfballversuch ab, warauf der Ball bei Jung landet. Und dieser zieht einfach mal humorlos aus über 20 Metern ab, 1:0 für Leipzig.
Das Stadion tobt, doch auf den Rasen müssen beide Teams weiterhin hoch konzentriert sein. Darmstadts Wunderwaffe Stroh-Engel weitestgehend durch die Leipziger Innenverteidiger abgemeldet, wie erwartet Darmstadt jedoch auch über die anderen Stationen stark. Kurz vor der Pause dann noch eine Schrecksekunde. Darmstadts Sirigu kommt völlig frei zum Kopfball, aber Coltorti rettet die Führung mit einer Glanzparade.
1:0 somit weiter zur Halbzeit. Wer erwartet hatte das Darmstadt stärker aus der Pause kommen würde, wurde enttäuscht. Dagegen hatte Zorniger seine Jungs wohl auf ein möglichst schnelles 2:0 eingeschworen denn man spielte sofort wieder offensiv gen gegnerischen Strafraum. Kaiser und Poulsen mit guten Möglichkeiten.
Auffällig das die Darmstädter Spieler schon bei kleinsten Berührungen den Rasen küssten. Mag eine mögliche Taktik sein möglichst viele Karten beim Gegner zu forcieren, besonders erfolgsversprechend war das ganze in dem Spiel jedoch kaum. Irgendwann wurde es dann wohl selbst dem Schiedsrichter zu bunt, der in der 75. an Stroh-Engel eine Gelbe bezüglich einer Schwalbe verteilte.
Einige Wechsel in den letzten Minuten. Die Leipziger eher auf verwalten eingestellt, die Darmstädter notgedrungen auf alles nach vorn werfen. Hitzige Schlussminuten demnach. Das Stadion stand, fieberte mit und im Jubel des Sieges war sicher auch die ein oder andere Erleichterung zu hören.
Sportlich sicher ein Riesenschritt. Sollte man jetzt konzentriert bleiben dürfte man beste Chancen haben den Aufstieg vielleicht sogar schon am vorletzten Spieltag, dem letzten Heimspiel der Saison perfekt zu machen. Ein Herzschlagfinale hatte man letzte Saison, ich bin mir sicher die meisten würden dieses Mal durchaus gern darauf verzichten.
Sicher eine tolle Stimmung zum Spiel. Wie sich die immer noch im Raum stehenden Probleme zukünftig auswirken wird man sehen. Dahingehend hätte ich vereinsseitig auch die notgedrungene (und irgendwie auch schon dagewesene) Choreo weggelassen. Mal abgesehen von dem ungünstigen Zeitpunkt, schienen einige Tribünenbesucher bei von oben verordneten Choroes mit Hinweisschildern auch eher an eine negativ belastete Vergangenheit im Zentralstadion zu denken.
Aber sei es drum, Fan Probleme sollen das Thema eines anderen Blogs sein.
Jetzt gilt es für die Mannschaft in Rostock zu punkten, was schwer genug sein wird, da sich die Rostocker wohl langsam von ihrer Schwächephase zu erholen scheinen.
Das Spitzenspiel gestern dürfte wohl eindeutig zur zweiten Kategorie gehören. Eine wahnsinnige Kulisse in der Red Bull Arena, zwei Spitzenmannschaften auf dem Platz, die Chance zum direkten Aufstieg zum greifen nah, ideale Bedingungen.
Trainer Alexander Zorniger schickte trotz der die Woche teils großen Kritik die Aufstellung vom Dortmund Spiel auf den Platz. Einzig Georg Teigl musste Anthony Jung weichen. Ein Wechsel der sicher auch den zu erwartenden Offensivspiel der Gegner zu schulden war.
Beide Mannschaften begannen erwartungsgemäß druckvoll. Die Linien zu Anfang etwas gefährlicher gen Leipziger Strafraum, jedoch ohne die Hintermannschaft der Roten Bullen vollends überwinden zu können. Besser machte es Rasenballsport. 18. Minute, eine gut platztierte Flanke der Leipziger in den Strafraum, Darmstadt wehrt den darauffolgenden Kopfballversuch ab, warauf der Ball bei Jung landet. Und dieser zieht einfach mal humorlos aus über 20 Metern ab, 1:0 für Leipzig.
Das Stadion tobt, doch auf den Rasen müssen beide Teams weiterhin hoch konzentriert sein. Darmstadts Wunderwaffe Stroh-Engel weitestgehend durch die Leipziger Innenverteidiger abgemeldet, wie erwartet Darmstadt jedoch auch über die anderen Stationen stark. Kurz vor der Pause dann noch eine Schrecksekunde. Darmstadts Sirigu kommt völlig frei zum Kopfball, aber Coltorti rettet die Führung mit einer Glanzparade.
1:0 somit weiter zur Halbzeit. Wer erwartet hatte das Darmstadt stärker aus der Pause kommen würde, wurde enttäuscht. Dagegen hatte Zorniger seine Jungs wohl auf ein möglichst schnelles 2:0 eingeschworen denn man spielte sofort wieder offensiv gen gegnerischen Strafraum. Kaiser und Poulsen mit guten Möglichkeiten.
Auffällig das die Darmstädter Spieler schon bei kleinsten Berührungen den Rasen küssten. Mag eine mögliche Taktik sein möglichst viele Karten beim Gegner zu forcieren, besonders erfolgsversprechend war das ganze in dem Spiel jedoch kaum. Irgendwann wurde es dann wohl selbst dem Schiedsrichter zu bunt, der in der 75. an Stroh-Engel eine Gelbe bezüglich einer Schwalbe verteilte.
Einige Wechsel in den letzten Minuten. Die Leipziger eher auf verwalten eingestellt, die Darmstädter notgedrungen auf alles nach vorn werfen. Hitzige Schlussminuten demnach. Das Stadion stand, fieberte mit und im Jubel des Sieges war sicher auch die ein oder andere Erleichterung zu hören.
Sportlich sicher ein Riesenschritt. Sollte man jetzt konzentriert bleiben dürfte man beste Chancen haben den Aufstieg vielleicht sogar schon am vorletzten Spieltag, dem letzten Heimspiel der Saison perfekt zu machen. Ein Herzschlagfinale hatte man letzte Saison, ich bin mir sicher die meisten würden dieses Mal durchaus gern darauf verzichten.
Sicher eine tolle Stimmung zum Spiel. Wie sich die immer noch im Raum stehenden Probleme zukünftig auswirken wird man sehen. Dahingehend hätte ich vereinsseitig auch die notgedrungene (und irgendwie auch schon dagewesene) Choreo weggelassen. Mal abgesehen von dem ungünstigen Zeitpunkt, schienen einige Tribünenbesucher bei von oben verordneten Choroes mit Hinweisschildern auch eher an eine negativ belastete Vergangenheit im Zentralstadion zu denken.
Aber sei es drum, Fan Probleme sollen das Thema eines anderen Blogs sein.
Jetzt gilt es für die Mannschaft in Rostock zu punkten, was schwer genug sein wird, da sich die Rostocker wohl langsam von ihrer Schwächephase zu erholen scheinen.
Vorschau RB Leipzig - SV Darmstadt 98
Freitag, 18. April 2014
Nun ist es soweit. Das Duell der zwei Mannschaften, die momentan hart um den zweiten, direkten Aufstiegsplatz kämpfen. Rekordzahlen an Zuschauern werden in der Red Bull Arena erwartet, es könnte der zweithöchste Wert werden, den jemals ein Drittliga Spiel erreichte.
Für entsprechende Kulisse ist demnach gesorgt. Sportlich legten die Darmstädter bisher eine beeindruckende Rückrunde hin. Strahlenste Figur dabei sicherlich Top Torjäger Dominik Stroh-Engel, der mit weitem Vorsprung die Torjägerliste der 3. Liga anführt. Der 1,97m Hüne ist quasi der Vollstrecker von Darmstadt. Ob mit links, rechts, per Kopf oder als prädestinierter Elfmeterschütze, Stroh-Engel trifft präzise wie ein schweizer Uhrwerk.
Trotzdem sollte man sich bei Darmstadt nicht zu sehr auf ihn versteifen. Gerade zuletzt, als Stroh-Engel mit einer Gelb-Rot Sperre ausfiel, zeigte Darmstadt, das sie durchaus auch ohne ihn Spiele gewinnen können, selbst wenn sichtbar war, das er im System natürlich eine klaffende Lücke hinterließ.
Wie auch in Leipzig ist die Stärke von Darmstadt eher durch eine ausgeglichene Mannschaftsleistung zu erklären. Ob Mittelfeld oder Verteidigung, jeder kann im Fall der Fälle den tödlichen Pass spielen oder auch zur Not selbst vollstrecken.
In Leipzig sind derweil alle fit. Das letzte schwache Spiel ist abgehakt und die Mannschaft brennt weiterhin darauf den 2. Platz zu sichern. Kapitän Daniel Frahn würde laut Interview notfalls auch im Gips auflaufen, wobei das wahrscheinlich nicht sehr effektiv wäre.
Qualitativ haben die Roten Bullen die Stärke Darmstadt zu besiegen und damit die Chance auf den direkten Aufstieg in ungeahnte Höhen schnellen zu lassen.
Wie der Trainer richtig analysierte ist es dabei jedoch ausschlaggebend, trotz der riesigen Chance und des Drucks nicht in eine ängstliche Spielweise zu verfallen. In Dortmund wurde das Spiel an der Stelle besser, als man eigentlich schon keine Chance mehr hatte. Gegen Darmstadt sollte die Konzentration und auch das Selbstbewusstsein von Minute 1 auf den Platz sein.
Schlüsselfaktor wird sein, die starke Darmstädter Verteidigung zu überwinden. Mit den zuletzt starken Mittelfeld und gerade den schnellen Außenverteidigern sollte es durchaus machbar sein unsere Goalgetter Frahn und Poulsen mit verwertbaren Bällen zu beliefern.
Erwarten kann man definitiv ein spannendes, sicher kampfbetontes Spiel mit herausragender Kulisse.
Für entsprechende Kulisse ist demnach gesorgt. Sportlich legten die Darmstädter bisher eine beeindruckende Rückrunde hin. Strahlenste Figur dabei sicherlich Top Torjäger Dominik Stroh-Engel, der mit weitem Vorsprung die Torjägerliste der 3. Liga anführt. Der 1,97m Hüne ist quasi der Vollstrecker von Darmstadt. Ob mit links, rechts, per Kopf oder als prädestinierter Elfmeterschütze, Stroh-Engel trifft präzise wie ein schweizer Uhrwerk.
Trotzdem sollte man sich bei Darmstadt nicht zu sehr auf ihn versteifen. Gerade zuletzt, als Stroh-Engel mit einer Gelb-Rot Sperre ausfiel, zeigte Darmstadt, das sie durchaus auch ohne ihn Spiele gewinnen können, selbst wenn sichtbar war, das er im System natürlich eine klaffende Lücke hinterließ.
Wie auch in Leipzig ist die Stärke von Darmstadt eher durch eine ausgeglichene Mannschaftsleistung zu erklären. Ob Mittelfeld oder Verteidigung, jeder kann im Fall der Fälle den tödlichen Pass spielen oder auch zur Not selbst vollstrecken.
In Leipzig sind derweil alle fit. Das letzte schwache Spiel ist abgehakt und die Mannschaft brennt weiterhin darauf den 2. Platz zu sichern. Kapitän Daniel Frahn würde laut Interview notfalls auch im Gips auflaufen, wobei das wahrscheinlich nicht sehr effektiv wäre.
Qualitativ haben die Roten Bullen die Stärke Darmstadt zu besiegen und damit die Chance auf den direkten Aufstieg in ungeahnte Höhen schnellen zu lassen.
Wie der Trainer richtig analysierte ist es dabei jedoch ausschlaggebend, trotz der riesigen Chance und des Drucks nicht in eine ängstliche Spielweise zu verfallen. In Dortmund wurde das Spiel an der Stelle besser, als man eigentlich schon keine Chance mehr hatte. Gegen Darmstadt sollte die Konzentration und auch das Selbstbewusstsein von Minute 1 auf den Platz sein.
Schlüsselfaktor wird sein, die starke Darmstädter Verteidigung zu überwinden. Mit den zuletzt starken Mittelfeld und gerade den schnellen Außenverteidigern sollte es durchaus machbar sein unsere Goalgetter Frahn und Poulsen mit verwertbaren Bällen zu beliefern.
Erwarten kann man definitiv ein spannendes, sicher kampfbetontes Spiel mit herausragender Kulisse.
| Datum/Zeit | 19.4. 14 Uhr |
| Gegner | SV Darmstadt 98 |
| Liga | 3. Liga |
| Spielort | Red Bull Arena |
| Vergangene Spiele | 09.11.2013 1:0 für Leipzig (A) |
| Trainer des Gegners | Dirk Schuster (seit 12/2012) |
| Medien |
Livestream Fanradio Liveticker Liveticker (Twitter) |
Kommentar: Das Bild und die Realität
Donnerstag, 17. April 2014
Nachdem gestern die Unstimmigkeiten zur Choreo ans Licht kamen, gab es wieder einmal heftige Reaktionen der Fans und eher leisere Gegenreaktionen des Vereins. Man kommt nicht umhin zu erwähnen, das es nicht das erste Mal in den letzten Wochen ist, das Dinge scheinbar grundlos ausufern.
Bannerthematiken, Aussagen über drakonische Strafen die dann am Ende relativiert werden und jetzt Choreodiskussionen zu einem, wenn wir ehrlich sind im Grunde harmlosen Choreo Thema, das wohl nur jemand missdeuten würde, der immer alles rund um RB Leipzig versucht ins schlechte Licht zu rücken.
Es sind diese Momente, in denen das repräsentierte Bild in Leipzig für einen kurzen Moment bröckelt. Der Verein, der sich samt Hauptsponsor gern als hochprofessionell zeigt, mit den modernsten Trainingsmethoden, den idealsten Strukturen, der professionellsten Personalbesetzung und dem erfahrenenen, fast schon unfehlbaren Sponsor.
In diesen Momenten der Unsicherheit oder doch eher fragwürdigen Entscheidungen jedoch, bekommt man einen Blick hinter dieses projizierte Bild. Auf einen jungen Verein, mit jungen Strukturen, mit einem Sponsor der trotz Erfahrungen im Sportinvestment, seine ersten Schritte um wohl komplexesten Umfeld überhaupt macht, dem deutschen Fußball. Und am Ende auf Mitarbeiter die versuchen ein ideelles Bild irgendwie auf die Gegebenheiten umzusetzen. Trotz das gerade das Fanumfeld rasant wächst und sich immer mehr den Erfordernissen in einer der größten Fußballnationen der Welt anpasst.
Und so schön die Bilder von Massen jubelnder Fans auch sind, so hoch sind auch die Anforderungen an den Verein im Umgang mit diesen. Die meisten Vereine in Deutschland haben sich wohl auch deswegen eine größere Toleranzschwelle zugelegt, weil der einzig andere Weg die Konfrontation wäre. Und niemand will einen Konfrontationskurs.
In Leipzig will man anders sein und soll durchaus auch anders sein. Jedoch wird es schwierig genug, die wirklich üblen Dinge vom Verein fernzuhalten, allein das ist eine Mammutaufgabe die langfristig viele Kräfte abverlangen wird und an der viele andere gescheitert sind. Wenn man dabei überhaupt eine Chance haben möchte, wird man dabei die breite Unterstützung der Fans benötigen. Man sollte sich deshalb überlegen seine Kräfte nicht in eigentlich unnötige Reibereien zu verschwenden.
Es gibt wesentlich wichtigere Dinge, als ob jemand, der höchstwahrscheinlich ein Anti ist, eine Choreo in den falschen Hals (oder in dem Fall die falsche Nase?) bekommen könnte.
Man kann vermuten das dies jedoch nicht die letzte Entscheidung dieser Art gewesen sein wird und gerade in den zwei Top Ligen des Landes wird es noch wesentlich mehr Reibungspunkte geben. Das ideale Bild wird sich irgendwann aber einigen Notwendigkeiten beugen müssen ohne die grundlegende Richtung zu verlieren.
Bannerthematiken, Aussagen über drakonische Strafen die dann am Ende relativiert werden und jetzt Choreodiskussionen zu einem, wenn wir ehrlich sind im Grunde harmlosen Choreo Thema, das wohl nur jemand missdeuten würde, der immer alles rund um RB Leipzig versucht ins schlechte Licht zu rücken.
Es sind diese Momente, in denen das repräsentierte Bild in Leipzig für einen kurzen Moment bröckelt. Der Verein, der sich samt Hauptsponsor gern als hochprofessionell zeigt, mit den modernsten Trainingsmethoden, den idealsten Strukturen, der professionellsten Personalbesetzung und dem erfahrenenen, fast schon unfehlbaren Sponsor.
In diesen Momenten der Unsicherheit oder doch eher fragwürdigen Entscheidungen jedoch, bekommt man einen Blick hinter dieses projizierte Bild. Auf einen jungen Verein, mit jungen Strukturen, mit einem Sponsor der trotz Erfahrungen im Sportinvestment, seine ersten Schritte um wohl komplexesten Umfeld überhaupt macht, dem deutschen Fußball. Und am Ende auf Mitarbeiter die versuchen ein ideelles Bild irgendwie auf die Gegebenheiten umzusetzen. Trotz das gerade das Fanumfeld rasant wächst und sich immer mehr den Erfordernissen in einer der größten Fußballnationen der Welt anpasst.
Und so schön die Bilder von Massen jubelnder Fans auch sind, so hoch sind auch die Anforderungen an den Verein im Umgang mit diesen. Die meisten Vereine in Deutschland haben sich wohl auch deswegen eine größere Toleranzschwelle zugelegt, weil der einzig andere Weg die Konfrontation wäre. Und niemand will einen Konfrontationskurs.
In Leipzig will man anders sein und soll durchaus auch anders sein. Jedoch wird es schwierig genug, die wirklich üblen Dinge vom Verein fernzuhalten, allein das ist eine Mammutaufgabe die langfristig viele Kräfte abverlangen wird und an der viele andere gescheitert sind. Wenn man dabei überhaupt eine Chance haben möchte, wird man dabei die breite Unterstützung der Fans benötigen. Man sollte sich deshalb überlegen seine Kräfte nicht in eigentlich unnötige Reibereien zu verschwenden.
Es gibt wesentlich wichtigere Dinge, als ob jemand, der höchstwahrscheinlich ein Anti ist, eine Choreo in den falschen Hals (oder in dem Fall die falsche Nase?) bekommen könnte.
Man kann vermuten das dies jedoch nicht die letzte Entscheidung dieser Art gewesen sein wird und gerade in den zwei Top Ligen des Landes wird es noch wesentlich mehr Reibungspunkte geben. Das ideale Bild wird sich irgendwann aber einigen Notwendigkeiten beugen müssen ohne die grundlegende Richtung zu verlieren.
Borussia Dortmund II - RB Leipzig
Montag, 14. April 2014
Es gibt Spiele da erkennt man schon früh wie sich der Spielverlauf entwickeln wird und bei anderen ähnelt der Spielverlauf eher einer Achterbahnfahrt.
So passiert gegen den Dortmunder Nachwuchs. Eigentlich traf man genau auf das was man erwarten konnte. Eine hochmotivierte junge Truppe, top ausgebildet, mit ein paar großen Talenten gespickt und natürlich auf die Leipziger Spielweise eingestellt.
Kommen wir vorerst zum sportlichen Verlauf. Die Taktik der Dormunder war schon sehr früh klar. Mit langen Bällen sollte möglichst das Mittelfeld überwunden und die eigenen, brandgefährlichen Offensivkräfte, wie Marvin Ducksch in Szene gesetzt werden. Wie zuerwarten war Leipzig zu Beginn jedoch darauf vorbereitet und man machte die Offensivversuche schnell zu nichte.
In der 18. Minute dann das fast schon zu erwartende. Poulsen stark wie immer geht außen durch, gibt einen fast perfekten Ball nach innen wo Frahn lauert und keine Probleme hat den Ball zu versenken, 1:0.
Nächste erwähnenswerte Situation in der 32. Minute. Ein Freistoß der Dortmunder landet im Strafraum, kurzes Gewusel, Coltorti geht raus und versucht den Ball zu bekommen, doch die schwarz gelben versenken den Ball im Tor.
Zur Auflösung der im Nachhinein viel diskutierten Stelle. Dieses Tor Coltorti anzulasten, wie von einigen geschehen, ist eine ziemliche Fehlinterpretation der Lage. Denn eher war es ein kollektives Versagen der Hintermannschaft. 3 Leipziger sichern bei Ausführung des Freistoßes den mittigen Raum um den Torschützen Treude. Auf der rechten Seite (von Dortmunder Position aus gesehen) ergibt sich auch einer 3:3 Situation eine 2:1 für Dortmund, die die Nachwuchsrecken für sich entscheiden. Coltorti kommt heraus, um den sich ergebenden Platz für die 2 Dortmunder zu sichern und dem Ball im Idealfall zu greifen. Dies wäre im Normalfall auch die Klärung gewesen. Wenn die 3 mittleren Spieler nicht allesamt nur Augen zum Ball gehabt hätten und Treude dadurch mittlerweile völlig unbedrängt zum Schuß kommt.
Und man brauchte nicht lang auf die nächste Szene zu warten, die für Diskussionsstoff sorgen sollte. 36. Minute. Ballverlust der Leipziger, Dortmund geht schnell, wechselt mit langer Flanke die Seiten, Sebastian sieht ganz schlecht gegen seinen Gegenspieler aus, Harder bekommt den Ball und Coltorti rutscht dieser auch noch durch, 2:1.
Auch hier die Auflösung. Trotz des Blackouts von Sebastian und des nicht sicheren Tormanns von Rasenballsport, stellt sich auch hier die Frage viel früher. Harder gibt wenige Sekunden vorher den Ball ab, fällt, macht eine kleine Rolle und steht sofort wieder. In diesem Moment hat ihn, wie es scheint, kein einziger Spieler mehr auf dem Schirm denn er bewegt sich völlig frei gen Strafraum und kann den Ball dann auch problemlos annehmen und versenken.
Es ging demnach mit 2:1 in die Pause doch die Drehung des Rückstandes war noch nicht das einzige in diesem verrückten Spiel.
Kurz nach der Pause, 48. Minute. Wieder ein schneller Angriff von Dortmund. Ducksch kocht Sebastian ab, passt auf den völlig freien Harder, Coltorti hält den ersten Schuss, im Nachschuss landet der Ball aber im Tor. Hier gibt es wesentlich weniger zu analysieren. Die Dortmunder ersichtlich wesentlich schneller als ihre Gegenspieler, so das das Tor nur Formsache ist. Kritisieren könnte man das die "Verfolger" von Harder in dem Moment des Zweikampfes von Ducksch und Sebastian einen Moment abschenken, wahrscheinlich hätte es vom Tempo am Ende jedoch auch so nicht gereicht. Am Ende eine simple Situation durch zu langsames Umschaltspiel bei Ballverlust kombiniert mit pfeilschnellen Dortmundern.
3:1 demnach. Dortmund am feiern, in Leipzig verfassten die Internet Nationaltrainer wohl schon die Entwürfe der Krisen Posts bei Facebook und im fernen Darmstadt wurden die teuren Champagner Flaschen aus dem Keller geholt. Etwas früh wie sich herausstellen sollte.
Zorniger brachte derweil Röttger, Jung und Palacios. 80. Minute, Ersterer nimmt sich einfach den Ball tankt sich was schon brasilianisch durch 3-4 Dortmunder und haut den Ball aufs Tor. Der Dortmunder Torwart pariert noch kurz aber zum Nachschuss steht wieder einmal Frahn genau richtig. 3:2.
Dortmund die letzten Minuten ziemlich platt. Das zeigte sich auch wenige Minuten später. Kaiser in Minute 84 mit Platz und Übersicht. Eine lange Flanke auf Heidinger der nicht lang überlegt sondern den Ball einfach mal über Mann und Maus hinweg ins Tor lupft. Ausgleich. Hektische Schlußphase, in der Frahn sogar noch die Chance zum Siegtor hatte.
Es blieb jedoch bei der Punkteteilung.
Zorniger wütete nach dem Spiel das man nicht die Hosen voll haben darf, egal was passiert. Das ist soweit korrekt, ob das nun das ausschlaggebende war darüber könnte man wohl diskutieren.
Alles in allem bleibt jedoch ein Punkt und die Sicherung des zweiten Platzes. Und die Erkenntnis, egal wie aussichtslos eine Situation auf den ersten Blick scheint, das Spiel hat auch im modernen Fußball mindestens 90 Minuten.
So passiert gegen den Dortmunder Nachwuchs. Eigentlich traf man genau auf das was man erwarten konnte. Eine hochmotivierte junge Truppe, top ausgebildet, mit ein paar großen Talenten gespickt und natürlich auf die Leipziger Spielweise eingestellt.
Kommen wir vorerst zum sportlichen Verlauf. Die Taktik der Dormunder war schon sehr früh klar. Mit langen Bällen sollte möglichst das Mittelfeld überwunden und die eigenen, brandgefährlichen Offensivkräfte, wie Marvin Ducksch in Szene gesetzt werden. Wie zuerwarten war Leipzig zu Beginn jedoch darauf vorbereitet und man machte die Offensivversuche schnell zu nichte.
In der 18. Minute dann das fast schon zu erwartende. Poulsen stark wie immer geht außen durch, gibt einen fast perfekten Ball nach innen wo Frahn lauert und keine Probleme hat den Ball zu versenken, 1:0.
Nächste erwähnenswerte Situation in der 32. Minute. Ein Freistoß der Dortmunder landet im Strafraum, kurzes Gewusel, Coltorti geht raus und versucht den Ball zu bekommen, doch die schwarz gelben versenken den Ball im Tor.
Zur Auflösung der im Nachhinein viel diskutierten Stelle. Dieses Tor Coltorti anzulasten, wie von einigen geschehen, ist eine ziemliche Fehlinterpretation der Lage. Denn eher war es ein kollektives Versagen der Hintermannschaft. 3 Leipziger sichern bei Ausführung des Freistoßes den mittigen Raum um den Torschützen Treude. Auf der rechten Seite (von Dortmunder Position aus gesehen) ergibt sich auch einer 3:3 Situation eine 2:1 für Dortmund, die die Nachwuchsrecken für sich entscheiden. Coltorti kommt heraus, um den sich ergebenden Platz für die 2 Dortmunder zu sichern und dem Ball im Idealfall zu greifen. Dies wäre im Normalfall auch die Klärung gewesen. Wenn die 3 mittleren Spieler nicht allesamt nur Augen zum Ball gehabt hätten und Treude dadurch mittlerweile völlig unbedrängt zum Schuß kommt.
Und man brauchte nicht lang auf die nächste Szene zu warten, die für Diskussionsstoff sorgen sollte. 36. Minute. Ballverlust der Leipziger, Dortmund geht schnell, wechselt mit langer Flanke die Seiten, Sebastian sieht ganz schlecht gegen seinen Gegenspieler aus, Harder bekommt den Ball und Coltorti rutscht dieser auch noch durch, 2:1.
Auch hier die Auflösung. Trotz des Blackouts von Sebastian und des nicht sicheren Tormanns von Rasenballsport, stellt sich auch hier die Frage viel früher. Harder gibt wenige Sekunden vorher den Ball ab, fällt, macht eine kleine Rolle und steht sofort wieder. In diesem Moment hat ihn, wie es scheint, kein einziger Spieler mehr auf dem Schirm denn er bewegt sich völlig frei gen Strafraum und kann den Ball dann auch problemlos annehmen und versenken.
Es ging demnach mit 2:1 in die Pause doch die Drehung des Rückstandes war noch nicht das einzige in diesem verrückten Spiel.
Kurz nach der Pause, 48. Minute. Wieder ein schneller Angriff von Dortmund. Ducksch kocht Sebastian ab, passt auf den völlig freien Harder, Coltorti hält den ersten Schuss, im Nachschuss landet der Ball aber im Tor. Hier gibt es wesentlich weniger zu analysieren. Die Dortmunder ersichtlich wesentlich schneller als ihre Gegenspieler, so das das Tor nur Formsache ist. Kritisieren könnte man das die "Verfolger" von Harder in dem Moment des Zweikampfes von Ducksch und Sebastian einen Moment abschenken, wahrscheinlich hätte es vom Tempo am Ende jedoch auch so nicht gereicht. Am Ende eine simple Situation durch zu langsames Umschaltspiel bei Ballverlust kombiniert mit pfeilschnellen Dortmundern.
3:1 demnach. Dortmund am feiern, in Leipzig verfassten die Internet Nationaltrainer wohl schon die Entwürfe der Krisen Posts bei Facebook und im fernen Darmstadt wurden die teuren Champagner Flaschen aus dem Keller geholt. Etwas früh wie sich herausstellen sollte.
Zorniger brachte derweil Röttger, Jung und Palacios. 80. Minute, Ersterer nimmt sich einfach den Ball tankt sich was schon brasilianisch durch 3-4 Dortmunder und haut den Ball aufs Tor. Der Dortmunder Torwart pariert noch kurz aber zum Nachschuss steht wieder einmal Frahn genau richtig. 3:2.
Dortmund die letzten Minuten ziemlich platt. Das zeigte sich auch wenige Minuten später. Kaiser in Minute 84 mit Platz und Übersicht. Eine lange Flanke auf Heidinger der nicht lang überlegt sondern den Ball einfach mal über Mann und Maus hinweg ins Tor lupft. Ausgleich. Hektische Schlußphase, in der Frahn sogar noch die Chance zum Siegtor hatte.
Es blieb jedoch bei der Punkteteilung.
Zorniger wütete nach dem Spiel das man nicht die Hosen voll haben darf, egal was passiert. Das ist soweit korrekt, ob das nun das ausschlaggebende war darüber könnte man wohl diskutieren.
Alles in allem bleibt jedoch ein Punkt und die Sicherung des zweiten Platzes. Und die Erkenntnis, egal wie aussichtslos eine Situation auf den ersten Blick scheint, das Spiel hat auch im modernen Fußball mindestens 90 Minuten.
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