Vorschau RB Leipzig - TSV 1860 München

Freitag, 11. März 2016



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Das letzte Spiel in Freiburg endete mit einer Niederlage im Schneechaos und zeigte nicht zuletzt, wie schnell die Sorgen um das Scheitern des großen Zieles wieder da sein können. Sicher wäre es nicht der schlechteste Zeitpunkt für RB Leipzig, ein klares Zeichen mit einem überzeugenden Sieg zu setzen.

Auf den ersten Blick erscheint der TSV 1860 München dafür der ideale Gegner. Ein Verein, auf Platz 15 in der Tabelle stehen, mit dem viertschlechtesten Torverhältnis der Liga. Und doch ist Vorsicht angesagt. Zuletzt tat man sich gegen sehr defensiv eingestellte Gegner, durchaus schwer. Dazu konnten sich die 1860er mit drei Siegen aus den letzten drei Spielen vorerst aus der Abstiegszone retten. Der scheinbare Chaosclub mit dem großen Investor aus dem Nahen Osten ist auch diese Saison durchaus schon für Überraschungen gut gewesen. So teilte man sich mit Leipzig im Hinspiel die Punkte und auch Nürnberg musste sich am Anfang der Saison mit einem Unentschieden zu Hause gegen den TSV begnügen.

RB LeipzigTSV 1860 München
Tabelle115
Tore4123
Gegentore2235
Ballbesitz54%48%
Gew. Zweikämpfe49%49%
Fouls429379

Sicherlich dürfte uns eine Abwehrschlacht der Münchener erwarten und der Versuch der Roten Bullen, einen möglichst effektiven Weg durch das Bollwerk zu finden. Einer der eine Schlüsselrolle dabei spielen könnte ist Davie Selke. In den letzten Spielen zum Bankdrücker und Einwechsler verdammt, hat er nun erstmals, durch die Gelbsperre seines Kontrahenten Poulsen, wieder die Möglichkeit sich über 90 Minuten zu beweisen.

Und er wird nicht der einzige sein, der seine Chance bekommt. Eine Grippewelle geht in der Mannschaft um, sicher nicht ganz zufällig nach den Bedingungen am Montag. Halstenberg fällt auf jeden Fall aus, was Anthony Jung die nächste Chance bietet. Ausserdem fällt Sabitzer aus, was schon mehr Variationen denkbar macht. Sicher könnte Bruno für ihn einspringen, aber auch ein zweier Sturm mit Quaschner wäre denkbar.

Dazu sind Ilsanker, Gulasci und Kaiser fraglich. Schwer auszumalen, wie die Startelf aussieht wenn wirklich alle ausfallen. Khedira dürfte in diesem Fall wohl Ilsanker ersetzen, Coltorti natürlich auf seine Stelle im Tor zurückkehren. Bliebe noch Kaiser zu ersetzen, was, falls alle anderen Ausfälle sich bestätigen, nicht so einfach ist, wie man vielleicht meinen könnte.

Im Grunde gibt es zwei Möglichkeiten. Entweder die Ersatzspieler beweisen sich nicht, dann dürfte das Spiel noch einmal ein ganzes Stück schwerer werden. Oder sie nutzen Ihre Chance und wir haben auf der ein oder anderen Position für die verbleibenden Spiele durchaus noch einmal Konkurrenzkämpfe.

Egal wie, drei Punkte sind Pflicht am Sonntag in der Red Bull Arena, wenn man seine Ambitionen untermauern möchte.

Datum/ZeitSonntag, 13.03.2016, 13:30 Uhr
GegnerTSV 1860 München
Marktwert des Gegners*14,98 Mio
Liga2. Bundesliga
SpielortRed Bull Arena
Trainer des GegnersBenno Möhlmann (seit 10/2015)
TV & StreamSky Bundesliga
AudioBullenfunk.fm
Sport1.fm
TickerLiveticker
Liveticker (Twitter)

111 Gründe, RB Leipzig zu lieben

Dienstag, 8. März 2016


Nach dem großen Erfolg meines Buches "111 Gründe, RB Leipzig zu lieben" kann man nun schon die 2. Auflage des Buches in den Handel erwerben. Ich möchte mich hiermit auch bei allen Lesern für den großen Zuspruch bedanken und natürlich auch für das positive Feedback, das meine Erwartungen sicher übertroffen hat.

Wir erleben zusammen mit dem Verein gerade herausragende Zeiten. Viel tut sich rund um RB Leipzig. Trotz des noch geringen Alters ist das Vereinsumfeld schon jetzt bunt und lebendig wie bei kaum einem anderen im Fußball. Daran haben die Fans einen sehr großen Anteil.

Um diese Entwicklung widerzuspiegeln enthält die neue Auflage zu den Aktualisierungen auch schon 3 Bonusgründe.

Natürlich bin ich weiterhin für jedes Feedback zum Buch dankbar. Schickt mir einfach eine Mail (rblobserver@outlook.com) oder kontaktiert mich über die sozialen Netzwerke.

SC Freiburg - RB Leipzig

Montag, 7. März 2016



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Aufstellung

Gulacsi 
Klostermann, Orban, Compper, Halstenberg 
Demme, Khedira,
 Kaiser, Forsberg
Poulsen. Sabitzer

Halstenberg und Khedira rutschten in die Mannschaft. Beide mit soliden Spiel. Der Konkurrenzkampf auf den beiden Positionen wird jedoch bleiben, mit wohl leichten Vorteilen für Halstenberg und Ilsanker gegenüber Jung und Khedira.

Spielverlauf

Tore
(10. Minute) 1:0 Grifo
(56. Minute) 1:1 Kaiser
(68. Minute) 2:1 Niederlechner

Wechsel RB Leipzig
(46. Minute) Quaschner für Khedira
(73. Minute) Selke für Forsberg
(83. Minute) Ilsanker für Demme

Wechsel SC Freiburg
(46. Minute) Philipp für Guede
(67. Minute) Petersen für Frantz
(86. Minute) Falahen für Niederlechner

Statistik

SC FreiburgRB Leipzig
Tore21
Torschüsse1215
Ballbesitz48%52%
Angek. Pässe46%53%
Gew. Zweikämpfe55%45%
Laufleistung (km)120,2118,6
Sprints205191
Fouls1115

Fazit

Freiburg gewinnt die Schneeballschlacht mit 2:1. Nach solchen Spielen werden gern Vergleiche bemüht, zu Ligen ohne Rasenheizung oder alten Erinnerungen an Spiele mit ähnlichen Bedingungen. Und da es dort jeweils auch einen Sieger gab, musste das für Leipzig schließlich auch möglich sein.

War es. Man hatte die Führung mehrere Male auf den Fuß, klappte aber nicht. Und trotzdem, bei Spielbedingungen, die mit einem normalen Fußballspiel wenig zu tun haben, kann man keine taktische Kritik üben. Das überhaupt ein halbwegs ansehnliches Spiel zustande kam, zeigte die hohe Qualität beider Mannschaften. Ich behaupte einfach mal frei, zwischen sämtlichen anderen Teams der Liga wäre solch ein Spiel eher einem üblen Gebolze verkommen.

Die einzige Erkennis des Spiel ist wohl, das Freiburg schneller verstand, sich auf einfache Spielzüge zu verlegen. Nehmen wir das 1:0. Eine Phase, als Defensive darin bestand sich möglichst effektiv an den Gegner zu klammern. Drei Passtationen und am Ende dann Grifo mal mit ordentlich Dampf hinter dem Schuss.

In der Tabelle wird es demnach etwas kuschliger, bei nur noch 9 Spielen trotzdem noch eine ziemlich komfortable Situation, die wenig Sorgenfalten zulassen müsste. Liest man dagegen heute die Foren und sozialen Netzwerke, muss man leider feststellen, das zumindest Teile der Fans schon auf hohem Traditionsvereinsjammerlevel angekommen sind. Eine Niederlage und der Weltuntergang ist nahe. Sinngemäß werden die Gegner jetzt epische Siegesserien hinlegen, während wir in 9 Spielen mindestens 18 Niederlagen kassieren (oder mehr!).

Nun, ich stelle mich dann schon einmal gedanklich darauf ein, das es in 4-5 Jahren die ersten "Shitstorm" online gibt, weil man dabei ist das "Double" oder "Triple" bei den Titeln zu verfehlen.











Vorschau SC Freiburg - RB Leipzig

Sonntag, 6. März 2016



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Da ist es nun, das Top Spiel, auf das man so lange gewartet hat. Leipzig gegen Freiburg. Der Erste gegen den Zweiten. Die zwei überragenden Mannschaften der Saison, auch wenn sich da Nürnberg irgendwie noch klammheimlich dazu geschlichen hat.

Nach dem Medien Tsunami am letzten Wochenende in der 1. Bundesliga, als Dortmund und Bayern aufeinandertrafen, kann man fast froh sein, das man sich eine Liga tiefer etwas mit Superlativen zurückhält. Ansonsten hätte man wohl schon Ralf Rangnick als Odysseus verkleidet auf der Titelseite irgendeiner Tageszeitung, wie er ans Ende der Welt segelt, um den vielfüßigen Nils Petersen zu besiegen.

SC FreiburgRB Leipzig
Tabelle21
Tore5240
Gegentore2720
Ballbesitz57%55%
Gew. Zweikämpfe52%49%
Fouls359411

Entzieht man sich einmal jeglichen Analogien, treffen zwei Mannschaften aufeinander, deren Art Fußball zu spielen, sicherlich die Liga bereichert. Die Beide große Chancen auf den Aufstieg haben und viele Spieler in ihren Reihen, die auch durchaus in der 1. Bundesliga eine Rolle spielen können.

Überragend in Freiburg natürlich Nils Petersen, der mit 16 Toren und 5 Vorlagen die Torschützentabelle der Liga anführt. Bei 22 Einsätzen macht das immerhin fast 1 Torbeteiligung pro Spiel. Womit wir auch schon bei der Stärke Freiburgs wären, die Offensive. Keine Mannschaft der Liga hat mehr Tore geschossen als Freiburg, keine Mannschaft hat eine höhere Chancenverwertung. Rund 22% aller Chanen münzte man in Tore um, in Leipzig waren es gerade einmal 15%. Im Gegensatz zu den letzten Partien, erwartet die Mannschaft von RasenBallsport ein Kampf mit offenen Visier, wie man dies so schön sagt. Freiburg wird sich keinesfalls hinten reinstellen, wird selbst immensen Druck auf das Leipziger Tor ausüben.

Beide Mannschaften agieren mit viel Ballbesitz, sind technisch versiert, wodurch sich auch Platz 2 und 3 der Fairnesstabelle ergeben. Nur in einer Statistik ist Freiburg schlecht. 8 Mal ging man diese Saison in Rückstand und nahm aus diesen Spielen gerade einmal 5 Punkte mit, was nur Platz 12 in dieser Wertung der Liga ergibt. Ein schnelles Tor von Leipziger Seite könnte dem Spiel somit gut tun.

Dazu stehen Ralf Rangnick alle Möglichkeiten offen. Viele Änderungen wird es zum Spiel gegen Heidenheim wohl nicht geben. Nach dem ganzen Lob wäre Bruno in der Startelf aber durchaus denkbar. Ob sonst noch für einen Spieler die Regenerationszeit zu knapp war, kann nur Ralf Rangnick im Training sehen, genug Alternativen sind auf der Bank. Khedira würde sicherlich auch gern wieder für Ilsanker ins Team rutschen, dazu der eben schon erwähnte Bruno und dann wäre da auch noch Selke. Als Ersatz für Poulsen kann er sich bei dessen Höchstform kaum Chancen ausrechnen, aber natürlich besteht in der Leipziger Offensive auch immer die Möglichkeit für ein Sturmduo.

Man kann am heutigen Montag sicherlich ein hochwertiges Spiel erwarten, hoffentlich mit dem Ende, 3 Punkte in den Osten der Republik nach Leipzig zu holen. Apropos Osten, Nils Petersen stammt aus Wernigerode (Sachsen-Anhalt). Seine Laufbahn ging über Halberstadt, Jena, Cottbus, Bremen und München nach Freiburg.

Datum/ZeitMontag, 07.03.2016, 20:15 Uhr
GegnerSC Freiburg
Marktwert des Gegners*31,55 Mio
Liga2. Bundesliga
SpielortSchwarzwald-Stadion
(24.000 Plätze)
Trainer des GegnersChristian Streich (seit 01/2012)
TV & StreamSky Bundesliga
Sport1
AudioBullenfunk.fm
Sport1.fm
TickerLiveticker
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RB Leipzig - 1. FC Heidenheim 1846

Donnerstag, 3. März 2016



©Red Bull GmbH and GEPA pictures GmbH


Aufstellung

Gulacsi 
Klostermann, Orban, Compper, Jung 
Demme, Ilsanker,
 Kaiser, Forsberg
Poulsen. Sabitzer

Ilsanker war nach seiner Verletzungspause zurück und verdrängte sofort wieder Khedira. Auf der Außenbahn kam Jung für Halstenberg. Ob sich Jung durch Trainingsleistungen empfohlen hat oder Ralf Rangnick Halstenberg in der englischen Woche nur etwas schonen wollte, sieht man wohl erst am nächsten Montag beim Spiel gegen Freiburg.

Spielverlauf

Tore
(21. Minute) 0:1 Leipertz
(56. Minute) 1:1 Kaiser
(62. Minute) 2:1 Poulsen
(83. Minute) 3:1 Compper

Wechsel RB Leipzig
(46. Minute) Bruno für Ilsanker
(80. Minute) Halstenberg für Forsberg
(86. Minute) Khedira für Sabitzer

Wechsel SC Paderborn 07
(57. Minute) Schnatterer für Halloran
(65. Minute) Wittek für Reinhardt
(80. Minute) Finne für Theuerkauf

Statistik

RB Leipzig1. FC Heidenheim 1846
Tore31
Torschüsse224
Ballbesitz61%39%
Angek. Pässe77%62%
Gew. Zweikämpfe54%46%
Laufleistung (km)120,2117,4
Sprints195196
Fouls917

Fazit

Schön war es nicht, was uns da bis Mitte der ersten Halbzeit geboten wurde, aber auch nicht unerwartet. Heidenheim schien von der ersten Minute an gewillt, möglichst viel Beton anzurühren und möglichst viel Raum zuzustellen. Dazu ließ man Leipzig maximal bis zur Mittellinie kommen, attackierte den Ballführenden Spieler mit 2-3 eigenen Spielern und versammelte sich in trauter Einigkeit vor dem eigenen Tor.

Und dies wirkte, denn auch wenn das Kurzpassspiel der Leipziger (wie der Name eigentlich schon sagt) nicht Unmengen Platz braucht, die Wahrscheinlichkeit das irgendein Fuß dazwischen rutscht, steigt natürlich auch mit der Anzahl der verteidigenden Spieler.

Durch die Mitte ging demnach wenig und auf den Außen tat sich die Leipziger Mannschaft schwer trotz der Pressingversuche verwertbare Zuspiele zu generieren. Mit defensiven Mannschaften tut man sich immer dann schwer, wenn man selbst versucht, ein schnelles Offensivspiel aufzuziehen und leider ging in dieser Phase nur selten etwas über ruhende Bälle. Nachdem die Angriffe zusehens versandeten, schlug dann eine alte RB Leipzig Weisheit zu "Wenn der Druck nach vorn keine Tore bringt, bekommt man garantiert die Quittung". Ein Angriff aus dem Nichts, schwache Restraumverteidigung und der Rückstand war da.

Heidenheim schien etwas unsicher, was man nun mit der Führung anfing, denn sie verteidigten bis zur Pause nicht mehr ganz so kompakt, versuchten sich offensiver, ließen Lücken, bei denen sich die starke Leipziger Offensive natürlich nicht lang bitten ließ. Ein paar hochwertige Chancen waren das Ergebnis, nur für ein Tor reichte es nicht. Trotzdem gaben die letzten Minuten noch nicht den völligen Optimismus, weil zu erwarten war, das Heidenheim sich in der Halbzeit wieder auf eine kompakte Abwehrschlacht einstimmte.

Erst mit der Einwechslung des früher oft gescholtenen Bruno in der Halbzeit nahm man die Lösung in die eigenen Hände. Kaiser rückte wieder stärker ins Zentrum, eine Position die ihm seit jeher am besten liegt. Dazu konnte Bruno auf der Außenbahn durchaus neue Akzente setzen. Die neue Sortierung änderte aber auch die Spielweise. Man verschob nun eher und nutzte mehr Variationen zum Tor. Das sorgte dafür, das sich die Heidenheimer Abwehr notgedrungen auf einen größeren Raum aufteilen musste und so auch der Strafraum wieder bespielbarer wurde.

Dass nun gerade Kaiser den Ausgleich erzielte, könnte man im Übrigen auch schon als eine Art langjährige Leipziger Weisheit interpretieren (Wenn du denkst es geht nichts mehr, kommt irgendwo der Kaiser her). Sicher der Spieler für die wichtigen Tore, auch wenn es dieses Mal nicht wie typischerweise über einen Standard fiel.

Die Lösung für das Aushebeln des Gegners war gefunden, dieser stand sowieso seit der eigenen Führung etwas neben sich und die Mannschaft von RasenBallsport nun in Spiellaune. Noch zwei Tore wurden wie bekannt nachgelegt, ein furioses 3:1 war das Ergebnis.

Die englische Woche macht Vorhersagen für das kommende Top Spiel gegen Freiburg schwer. Wahrscheinlich wäre es gut, ein paar Spieler auch etwas Regeneration zu gönnen, trotz des sicher wichtigen Spieles und schweren Gegners.

Wir haben nun einen gigantischen Punkteschnitt von 2,2 Punkten. 9 Punkte auf den Relegationsrang bei nur noch 10 Spielen. Eine nahezu ideale Ausgangssituation. Da mag man in Foren und sozialen Netzwerken gerade noch so viele Worst Case Szenarien durchrechnen, sollten gegen Freiburg 3 Punkte herausspringen, werde ich mir schon eine passende Zigarre für die Aufstiegsfeier auswählen.

Und es wird nicht zu früh sein.





Vorschau RB Leipzig - 1. FC Heidenheim 1846

Dienstag, 1. März 2016



©Red Bull GmbH and GEPA pictures GmbH

Nach dem Optimismus der letzten Wochen, ist im Leipziger Umfeld wieder Vorsicht eingekehrt. Die, wenn man den Medienrummel um die Rangnick Aussage deutet, steinzeitliche Taktik des SC Paderborn 07, hat den modernen Angriffsfußball der Leipziger beinahe zu Fall gebracht. Nur eine Standardsituation rettete den Spitzenreiter.

Ist das nun der Schlüssel, mit dem dem auch der nächste Gegner versuchen wird, den Aufstiegsfavoriten zu bremsen? Nun, da braucht man keinerlei Sorge zu haben. Zum einen wurde Rangnicks Kritik sehr aus dem Zusammenhang gerissen und dieser "30 Jahre nicht gesehen" Nebensatz war wohl auch eher aus der Emotion geboren. Mannorientierung in der Defensive ist sicher nicht abgelöst, sondern eher ein Evergreen. Man könnte es sogar als Retro-Trend bezeichnen, denn dieses Verhalten erfreut sich mittlerweile durchaus wieder steigender Beliebtheit.

Und sie ist auch kein wirkliches Mittel gegen die Leipziger Mannschaft. Gerade die vielen Varianten und die vielen hochklassigen Spieler profitieren wohl eher von einer stärkeren Fokussierung auf einzelne Spieler, wenn man seine Möglichkeiten denn nutzt. Und so bleibt nicht viel übrig, als zu sagen, dass es wohl eher die eigene Leistung war, die zu dem schwachen Eindruck im letzten Spiel führte, als irgendetwas das der Gegner zelebriert hätte.

RB Leipzig1. FC Heidenheim 1846
Tabelle17
Tore3728
Gegentore1925
Ballbesitz54%47%
Gew. Zweikämpfe49%49%
Fouls402392

Heidenheim wird sicherlich ihr Glück mit einer stabilen Defensive suchen. Daraus dann ein schneller Konter oder ein langer Ball auf Leipertz oder Schnatterer ist sicher keine ungefährliche Variante und dürfte gerade die Außenverteidiger der Roten Bullen fordern. Hinzu kommt, dass in der Spitze ein Stürmer spielt, der sicherlich noch eine Rechnung mit Leipzig offen hat, Denis Thomalla. Hier war der Nachwuchsstürmer nicht wirklich zum Zug gekommen, hatte sich nicht gegen die starke Konkurrenz durchsetzen können. Nach seinem Ausflug zu Lech Posen, wurde er von dort nun nach Heidenheim ausgeliehen. Sicher wäre ein Tor gegen Leipzig ein Erfolg, den er sich wohl ausdrucken und einrahmen würde.

Ralf Rangnick hat weiterhin die Qual der Wahl. Nur Compper war etwas angeschlagen. Wird er bis zum Spiel nicht wieder völlig fit, wird Nukan die nächste Chance bekommen. Abseits davon gibt es keine verletzungsbedingten Gründe für Wechsel.

Trotzdem könnten ein paar kreative Wechsel in der Startelf passieren. Sei es um den Kopf freizumachen oder nur um die Konkurrenzsituationen etwas anzufachen, Möglichkeiten dafür gäbe es sicher einige. In der Spitze wartet Selke nun schon einige Zeit auf einen längeren Einsatz. Ilsanker könnte zudem zurück in die Mannschaft stoßen. Weitere Möglichkeiten, allerdings weniger wahrscheinlich, wären Jung und Bruno.

Es dürfte ein interessantes Spiel werden am Mittwoch, zu dieser fanunfreundlichen Anstoßzeit. Sicherlich wird es auch darum gehen zu sehen, ob die Leistung von Paderborn nun eher eine Ausnahme war oder sich doch Probleme einschleichen vor dem Top Duell gegen Freiburg.

Datum/ZeitMittwoch, 02.03.2016, 17:30 Uhr
Gegner1. FC Heidenheim 1846
Marktwert des Gegners*11,70 Mio
Liga2. Bundesliga
SpielortRed Bull Arena
Trainer des GegnersFrank Schmidt (seit 09/2007)
TV & StreamSky Bundesliga
AudioBullenfunk.fm
Sport1.fm
TickerLiveticker
Liveticker (Twitter)

Kommentar "RB Leipzig, der Bayern München Jäger"



Leipzig Erfolgsgeschichte stachelt die überregionalen Medien wohl langsam an. Ralf Rangnick wird in Interviews mit immer abstruseren Fragen konfrontiert und die mediale Ausschlachtung eines möglichen Aufstiegs beginnt langsam Form anzunehmen.
Dabei ist der Aufstieg noch nicht einmal in trockenen Tüchern. Sicher, Leipzig ist souveräner Tabellenführer. Und ja, es wäre sicher ein rekordverdächtiger Absturz mit der aktuellen Bilanz noch zu scheitern. Und doch, es sind noch viele Spieltage und auch noch ein paar Top Spiele. Zumindest diese könnte man ja noch abwarten bevor man das Ende der bisherigen Fußballwelt prophezeit.

Noch wesentlich nervenaufreibender als die Finalisierung der aktuellen Saison ist allerdings der Versuch, RB Leipzig als zukünftig einzig wahren Jäger von Bayern München darzustellen, nur weil man sich Szenarien zusammenreimt, die nicht einmal wirklich Sinn ergeben.

Ja, Leipzig hat mit Red Bull einen großen Sponsor. Aber der Sponsorenanteil soll wie bekannt auch auf 30% gedrückt werden, allein schon um die Financial Fair Play Kriterien der UEFA zu erfüllen, sollte man einmal in internationale Gefilde vorstoßen. Der weitaus größere Fehler ist jedoch, die Vormacht Stellung der Bayern nur auf ihren finanziellen Vorteil zu reduzieren.

Wäre dies im Fußball so einfach, würde die Premier League, etwas übertrieben gesagt, die meisten internationalen Titel wohl unter sich ausspielen. Nein, so einfach ist das nicht. Der Erfolg von Bayern München ist ein funktionierendes Gesamtkonzept. Sie haben sehr früh erkannt, wie wichtig es ist, die wirtschaftliche, aber auch organisatorische Seite im Fußball voran zu bringen. Sie sind Vorreiter auf dem Gebiet der Internationalisierung, haben den Verein als eine eigene Marke etabliert, der viele Wirtschaftsunternehmen vor Neid erblassen lässt. Sportlich spielen Sie mit den größten der Welt, jedoch immer ohne das absolute finanzielle Risiko zu suchen. Es ist ein Verein, der höchstmögliche Ansprüche an sich selbst stellt und das auf allen Ebenen.

Zu denken, nur durch einen finanzkräftigen Sponsor könnte man dies alles von einen Moment auf den anderen aus dem Hut zaubern ist schlichtweg hanebüchen. Natürlich, auch in Leipzig hat man hohe Ansprüche an sich selbst und natürlich setzt man sich höchstmögliche Ziele. Doch man weiß auch, das diese Ziele nur Schritt für Schritt umgesetzt werden können.

Persönlich bin ich sicherlich Verfechter der "Im Fußball ist alles möglich" Theorie, die beinhaltet, das jeder die eine Saison haben kann wo er schlichtweg alles erreicht. Und ja, theoretisch ist es denkbar, das auch wir so eine Saison haben. Aber dies ist nichts auf Dauer. Auf Dauer führt der Weg nicht an einer langfristigen Strategie vorbei. Und die Aufgaben sind sicher nicht gering.

Der Aufwand, den man in die Jugendarbeit steckt, muss sich zum Beispiel sicher irgendwann auszahlen. Der Ausbau der Infrastruktur wird dazu immer ein Thema bleiben. Die Sponsorensuche und damit auch die Verbreiterung der finanziellen Basis ist ein sehr wichtiges Thema. Gerade für den wirtschaftlichen Hintergrund ist es jedoch auch wichtig, erst einmal die internationalen Wettbewerbe anzupeilen, denn von dort kommt nun einmal das große Geld.

Und dann muss man auch Erfahrungen sammeln. Was viele immer nicht verstehen ist, das es egal ist, wie professionell man etwas vorbereitet, welche Leute man einstellt und wie viel man investiert, erst die Erfahrung lässt die Konzepte zu etwas Erfolgreichen reifen. Man kann in Leipzig nach 6 Jahren nicht einfach mit den Fingern schnippen und alles ist perfekt. Vieles wird sich bewähren und anderes wird nach den ersten Erfahrungen geändert werden müssen, das ist im Grunde schon seit Vereinsgründung so.

Nein, auch wenn es sich vielleicht viele wünschen. So schnell wird man kein "Bayern München Jäger". Wir wollen aufsteigen, wir würden uns danach sicherlich die internationalen Wettbewerbe als Ziel suchen und ist man erst einmal dort, muss man auch noch erfolgreich in diesen agieren. Und wenn man alle Ziele erreicht hat, sich in allen Bereichen verbessert und vergrößert hat, dann irgendwann kann man sich mit den erfolgreichsten Vereinen der Welt messen.