Vorschau RB Leipzig - SpVgg Greuther Fürth

Samstag, 23. Mai 2015

Letzter Spieltag der 2. Bundesliga. Und damit auch der letzte Tag einer Saison, die vollgepackt mit den unterschiedlichsten Emotionen war. Viele Highlight und sicher auch Ärgernisse. Aufstiegshoffnung und Ernüchterung. Der Trainerwechsel, der lange Zeit emotional diskutiert wurde und wahrscheinlich einen wichtigen Punkt in der Geschichte des Vereins einnehmen wird.

Noch wissen wir nicht, was sich aus dem anstehenden Umbruch ergibt. Noch wissen wir nicht, wer überhaupt zur nächsten Saison als Trainer fungieren wird. Einer Saison, bei der sicherlich der Druck des Aufstiegs, als elementares Ziel alles prägen wird. Viele Entscheidungen stehen an, sicherlich bewegt sich auch in der Fanbase einiges. Am Ende wird man vor einer harten Saison stehen.

Wie knapp im Fußball Erfolg und Niederlage zusammenhängt, zeigt unser Gegner eindrucksvoll. Die SpVgg Greuther Fürth, letztes Jahr furios in die Aufstiegsrelegation vorgestoßen, wo man so knapp gegen den Hamburger SV ausschied. (0:0 und 1:1).

Das man diese Saison so weit unten in der Tabelle steht, ist rational kaum zu erklären. Zwar musste man im Sommer einige schmerzhafte Abgänge hinnehmen, aber auch die Zugänge waren durchaus hochkarätig. Unter anderen kam ein Zulj aus Salzburg, der vielen RB Fans sicherlich etwas sagen wird. Entscheidend für diesen Absturz war dabei sicherlich nicht zuletzt die Rückrunde, wo die Fürther die drittschlechteste Punktebilanz aufweisen.

Trotz allem ist Vorsicht angesagt. Trainer Mike Büskens lässt die Mannschaft als 4-4-2 spielen, gg Leipzig sicherlich hauptsächlich durch Nutzung von Kontersituationen. Das die sportliche Situation bei Greuth ungeahnte Kräfte freisetzt, zeigten zudem ihr zuletzt errungenen Heimsiege gegen Düsseldorf und Darmstadt.

Und in Leipzig ist wie bekannt die Krise da. Keiner weiß so wirklich warum, aber seit das Aufstiegsziel schwankte oder gar mit der Niederlage in St. Pauli schwand, sieht es aus, als würde eine andere Mannschaft auf dem Platz stehen. Sicherlich versucht jeder Spieler die Saison bestmöglich zu Ende zu bringen, doch die Körpersprache der letzten Spiele sah bei den Beteiligten mehr nach Frust als nach Lust aus. Natürlich sah sich sicher der ein oder andere schon in der 1. Bundesliga und natürlich hat das scheitern am Ziel auch für nicht wenige Spieler persönliche Konsequenzen. Jeder kannte sicherlich seine Chancen und ein wenig Frust ist noch verständlich.

Logisch betrachtet hätte natürlich jeder Spieler in den letzten Spielen noch seine Chancen nutzen sollen. Das ein Spiel auch einen neuen Vertrag gewährleisten kann zeigt sicherlich das Beispiel Heidinger, der in der Regionalliga schon abgeschrieben war und sich eine Vertragsverlängerung in letzter Minute mit Leistung ertrotzte. Aber Fußball ist nun einmal nicht rein logisch.

Beierlorzer kann für das letzte Spiel, bis auf die Langzeitverletzten, fast auf den kompletten Kader zurückgreifen. Nur Jung ist gelb gesperrt. Der Einsatz von Tim Sebastian wackelte zudem. Man kann nur hoffen das die Mannschaft zum Abschluss noch einmal zeigt was in ihr steckt. Danach erwartet uns bis zum Trainingsbeginn am 14. Juni eine kurze Sommerpause mit wohl vielen entscheidenden Meldungen zur nächsten Saison.

PS:
Ich kann verstehen das viele denken, jetzt wo es um nichts mehr geht, könnten wir doch einfach das Spiel nutzen, die gehenden Spieler noch einmal mit Spielzeit zu versorgen. Doch sollten diese den Trainer nicht insoweit überzeugen, das er Sie guten Gewissens als ideale Möglichkeit für einen Einsatz ansteht, würde ich dies nicht tun. Aller Emotionalität zum Trotz, Fair Play sollte das höchste gut aller sein. Des Vereins, der Mannschaft und auch der Fans. Andere Mannschaften in anderen Ligen mag dies vielleicht egal sein, wir sollten jedoch den Anspruch bewahren, in jedem Spiel das maximale zu versuchen. Das Spiel nur als Bühne zu verwenden und das Ergebnis "abzuschenken" würde nicht nur in den Abstiegskampf eingreifen, es könnte wohl auch das Schicksal irgendeiner anderen Mannschaft am unteren Ende der Tabelle besiegeln. Dies kann nicht unser Ziel sein. Vielleicht ergibt sich die Spielsituation einigen der sicheren Abgänge Spielminuten zu verschaffen, ansonsten dürfte genug Zeit sein, die Spieler am Rande des Spiels ordnungsgemäß zu verabschieden.

PSS:
Das nach der sportlichen Misere, bei einem recht kleinen Gegner der Liga und dazu noch am Pfingstwochenende mehr als 24000 Karten allein im Vorverkauf weg gehen, ist sicher keine Selbstverständlichkeit. Wenn man sieht wie nach dem St. Pauli Spiel die Fans einen Besuch des Trainings organisiert haben, um die Mannschaft zu unterstützen und auch jetzt dem Verein im Saisonfinale beistehen, kann man nur stolz auf alles sein, was in den letzten Jahren aufgebaut wurde. Zusammen haben alle Fans eine einzigartige Fanbase geschaffen, die ihresgleichen sucht und sicherlich schon erstklassig ist. Es wird spannend zu sehen, wie sich alles in der nächsten Saison entwickelt, ob die zweite Saison in der 2. Bundesliga uns einen weiteren Schub geben kann, wie die Regionalliga Jahre dies taten. Für alle noch unentschlossenen kann die Empfehlung nur lauten, zum Spiel ins Stadion zu kommen und eine, trotz der Niederlagen, tolle erste Saison in der zweithöchsten Spielklasse zu feiern. Nicht nur für die Mannschaft, mehr noch für den Verein und alle Fans.

Datum/ZeitSonntag, 24.05.2015, 15:30 Uhr
GegnerSpVgg Greuther Fürth
Marktwert des Gegners*17,95 Mio
Liga2. Bundesliga
SpielortRed Bull Arena
Trainer des GegnersMike Büskens (seit 02/2015)
Tabelle6. RB Leipzig
13. SpVgg Greuther Fürth
Formtabelle (6 Spiele)11. SpVgg Greuther Fürth
14. RB Leipzig
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