Vorschau RB Leipzig - 1. FC Kaiserslautern

Freitag, 6. November 2015


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Das nächste Heimspiel in der Red Bull Arena wartet und damit auch die Möglichkeit, die starke Siegesserie noch ein Stück weiter auszubauen und den Spitzenplatz in der 2. Bundesliga zu behaupten. Als Gegner wartet kein geringerer als der 1. FC Kaiserslautern. Gute Vorverkaufswerte lassen kaum einen Zweifel daran, das wohl einiges über 30.000 Zuschauer am Sonntag in der Red Bull Arena sein werden. Und die Wahrscheinlichkeit, sich damit die Spitzenposition in der Zuschauertabelle zurückzuholen, ist sehr hoch.

Im Grunde ist es schwer erklärlich, warum Spiele gegen den FCK einen höheren Sog-Effekt auf die Fans ausstrahlen. Vereine, die sich als Bewahrer uralter Traditionen sehen, oder auch schon in der 1. Bundesliga gespielt haben, gibt es in der Liga zuhauf. Auch das Geplänkel vor dem Spiel, wo man gern mal Spitzen gegen Leipzig schießt, unterscheidet sich nicht sonderlich von anderen. Nicht einmal in der Tabelle spielt man momentan auf Augenhöhe.

Zu der aktuellen sportlichen Lage und dem ersten Aufkeimen einer Art Aufstiegseuphorie, sind es vielleicht einfach persönliche Erinnerungen, die viele Fußballfans durchaus mit dem FCK verbinden. Da fällt einem natürlich direkt Fritz Walter ein, für die Lauterer ein Idol und durch die Weltmeisterschaft 54, die der jüngeren Generation gerade auch wieder durch Film und Musical zum "Wunder von Bern" als Erfahrung zugänglich gemacht wird.

Andere denken vielleicht an 1998, als Otto Rehhagel als Aufsteiger völlig überraschend die deutsche Meisterschaft holte. Mit verantwortlich dafür ein gewisser Olaf Marschall mit 21 Toren in 24 Spielen. Marschall ist nicht weit von hier in Torgau geboren und spielte lange Zeit auch in Leipzig bei einem Leipziger Verein aus dem Südosten der Stadt. Mit dieser Leistung und auch noch folgender, bewies er für mich nicht zuletzt auch, dass Einsätze in der deutschen Nationalelf nicht so sehr von der Leistung abhängen, sondern mehr davon, wie gut die Beziehungen des Vereins zu DFB und Bundestrainer sind.

RB Leipzig1. FC Kaiserslautern
Tabelle113
Tore2013
Gegentore1218
Ballbesitz54%51%
Gew. Zweikämpfe49%49%
Fouls256248

Aber kommen wir aus den Erinnerungen zurück zum sportlichen Teil. Kaiserslautern ist nach der guten letzten Spielzeit sehr schwach in die Saison gestartet und ist fast schon dazu verdammt, auch in schweren Auswärtsspielen zu punkten. Die letzten 3 Spiele endeten in 3 Niederlagen. Mit einem 0:2 musste man sich dabei am letzten Spieltag Bielefeld geschlagen geben und das auch noch im heimischen Stadion.

Für den erst kürzlich ins Amt gekommenen Cheftrainer Konrad Fünfstück keine leichte Aufgabe. Auch die Personalsorgen machen es ihm sicher nicht leichter das Ruder herumzureißen. Zu den länger Verletzten fallen Linksaußen Gaus und Mittelfeldspieler Piossek aus. Stamm IV Heubach muss außerdem gezwungenermaßen seine Rotsperre absitzen. Doch natürlich sollte man die Lauterer nicht unterschätzen. Gerade gegen Mannschaften, die im unteren Feld der Tabelle rangieren, tat man sich in früheren Zeiten oft schwer.

Und auch in Leipzig gibt es durchaus einige Ausfälle. Klostermann ist einer davon. Nach dessen Verletzung beim Spiel in Sandhausen, bekam Ken Gipson erstmalig seine Chance und dürfte nach der starken Leistung wohl auch weiterhin die Position aus Außenverteidiger ausfüllen. Auch Bruno fällt für das Spiel aus. Wieder fit scheint dagegen Emil Forsberg, eine Rückkehr in die Mannschaft wäre nach seinen starken Leistungen in der bisherigen Saison sicher wünschenswert.

Etwas ärgerlich ist sicher die Sperre von Orban. Gerade gegen seinen Ex-Verein wäre er sicher gern aufgelaufen. Stellt sich die Frage, wie Ralf Rangnick diese Position besetzt. Im Grunde gab es in früheren Zeiten einmal eine Aussage vom Trainer zu den Ersatzspielern in der Innenverteidigung. Damals ging man von Nukan/Orban als Stamm aus und für diese hätte es positionstreu Sebastian/Compper als Ersatz gegeben. Trotzdem lassen die bisherigen Einsatzzeiten von Tim Sebastian nicht auf hohes Vertrauen vom Trainer schließen und ob er wirklich Nukan für Sebastian auf die Bank setzt, bleibt. Zumal Rangnick durchaus gern auf Neuzugänge vertraut und ihm der Erfolg da bisher auch durchaus recht gibt. Jedoch, bei so vielen Überraschungen, die wir in der bisherigen Saison schon in der Startelf erlebten, läuft es wohl auf eine 50:50 Chance hinaus.

Bleibt nur wie so oft zu sagen: Alle auf ins Stadion und einen Sieg holen!

Datum/ZeitSonntag, 08.11.2015, 13:30 Uhr
Gegner1. FC Kaiserslautern
Marktwert des Gegners*18,45 Mio
Liga2. Bundesliga
SpielortRed Bull Arena
Trainer des GegnersKonrad Fünfstück (seit 09/2015)
TV & StreamSky Bundesliga
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SV Sandhausen - RB Leipzig

Montag, 2. November 2015


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Aufstellung

Coltorti 
Klostermann, Orban, Compper, Halstenberg 
Khedira, Demme,
Kaiser (C), Sabitzer, Bruno
Selke.

Ralf Rangnick hätte wohl liebend gern die Siegerelf vom Düsseldorf Spiel auflaufen lassen. Doch durch den Ausfall von Forsberg und die Gelbsperre von Ilsanker mussten zumindest zwei Positionen umbesetzt werden.

Bruno als Ersatz für Forsberg kam dabei nicht überraschend. Das es Khedira nun wieder in die Mannschaft schaffte, war dabei aber wohl eher den wenigen Alternativen im Mittelfeld zu verdanken. Er lieferte ein solides Spiel und bestätigt somit zumindest seine Verfügbarkeit als sicheres Backup.

Spielverlauf

Dass die Hoffnungen auf ein dominantes, ungefährdetes Spiel wieder nicht in Erfüllung gehen konnten, zeigte sich schon in den ersten Minuten. Wer erwartet hatte, das Sandhausen sich nur hinten reinstellte und lauerte wurde eines Besseren belehrt. Stattdessen ging man mit aggressivem Pressing zu Werke, sobald die Leipziger die Mittellinie überquerten.

Dies funktionierte überraschend gut. Viele Ballverluste der Leipziger führten zu einigen sehenswerten Angriffen des SV Sandhausen. Nur vor dem Tor war die Heimmannschaft glücklicherweise nicht sehr effektiv und so endeten die Angriffe zumindest im Strafraum. Trotzdem haderten die Roten Bullen mit ihrem eigenen System. Man versuchte es nun vollends über den Ballbesitz, agierte aber viel zu unsicher. Zu viele Passstationen,  Quer- und sogar Rückpässe gaben auch viel Raum zu Ballverlusten, die zwangsläufig zu schnellen Kontern Sandhausens führten.

Und wenn die Offensivaktionen von Leipzig einmal funktionierten, war die Vorbereitung nicht selten so langsam, dass sich die ganze Mannschaft des Gastgebers schon im eigenen Strafraum geordnet hatte. Die entstehenden Torschüsse waren danach eher in der Kategorie "Wenig Chancen auf Erfolg".

Die Quittung dieses Spiels folgte auf dem Fuß in der 27. Minute. Klostermann zur Behandlung draussen. Niemand füllte die fehlende defensive Position aus. Ein schöner Angriff Sandhausens, Bouhaddouz setzt sich im Strafraum gegen Orban durch, Schuss und 1:0 für Sandhausen. Für Klostermann ging es leider nicht weiter. Gipson kam für ihn. Durchaus überraschend, aber auch keine schlechte Wahl von Ralf Rangnick.

Ganz Sandhausen im Freudentaumel, doch dieser sollte nicht lang anhalten. 31. Minute. Sabitzer mit einem Torschuss, der wohl durchaus gezielt ins Eck gegangen wäre, doch Sandhausen Spieler Linsmeyer liefert einen Handelfmeter wie aus dem Bilderbuch. Nicht nur das er per Hand die Körperfläche vergrößert, wie es immer so schön heißt, sein Handspiel ist auch noch entscheidend dafür, das der Ball am Tor vorbei geht. Kaiser lässt sich nicht lang bitten und versenkte den Elfer eiskalt, 1:1.

Es blieb bei diesem Spielverlauf und auch bei dem Ergebnis bis zur Halbzeit. Sicher ein kampfbetontes Spiel mit viel Ballbesitz für Leipzig bis dahin, allerdings auch eine Spielweise, bei der Ralf Rangnick wohl einiges nicht gefallen haben dürfte. Doch auch nach der Halbzeit blieb es beim gleichen Bild. Der Versuch geordnete Abwehrreihen ohne das nötige Tempo zu sprengen ist schon vom Grundsatz schwierig und hätte eine hohe Präzision erfordert, doch überbot man sich eher an Möglichkeiten möglichst präzise den Ball zu verlieren. Allerdings, das muss auch gesagt werden, war Sandhausen in dieser Phase nicht besser. Auch von Seiten des Gastgebers kaum gefährliches.

In der 66. Minute reichte dem Trainer dann wohl die Offensivdarbietung und Poulsen sollte frischen Wind bringen. Er kam dabei für Bruno. Es dauerte etwas, bis sich dieser Wechsel auszahlte. 74. Minute, Ecke, Dominik Kaiser. Der Ball kommt in die Mitte und mit Poulsen ist auch endlich jemand da, der einen Kopfball gen Tor bringen kann. Der Torwart kommt leider noch an den Ball wehrt ihn jedoch genau vor die Füße von Halstenberg ab, der nur noch abstauben braucht. 1:2. Mindestens 50% des Tores würde ich einmal Poulsen zusprechen.

Sandhausen musste nun anrennen, was allerdings nur mäßig effektiv war. Ralf Rangnick sicherte in der 82. Minute dann noch mit Sebastian für Kaiser ab. Das Ergebnis blieb beim 1:2.

Statistik

SV SandhausenRB Leipzig
Tore12
Torschüsse718
Ballbesitz45%55%
Angek. Pässe57%67%
Gew. Zweikämpfe52%48%
Fouls1818

Bester Spieler

Halstenberg für mich eindeutig der Spieler des Spiels. Nicht wegen seines entscheidenden Tores, sondern seiner Wichtigkeit sowohl für das Defensiv- als auch für das Offensivspiel. Mit seiner Schnelligkeit entschärfte er so manches Mal schnelle, gefährliche Angriffe von Sandhausen. Und in der Offensive ist er ein wichtiger Spieler, mit dem immer zu rechnen ist.

Mittlerweile ein Transfer, der durchaus als einer der Top Transfers gesehen werden kann. Und ein Spieler, dem ich problemlos auch höhere Gefilde zutrauen würde.

Fazit

Spitzenreiter, Spitzenreiter, hey, hey, hey!
Zugegeben, ein wenig hat uns dabei die schwächelnde Konkurrenz schon beim Erklimmen der Spitzenposition in der Tabelle in die Karten gespielt. Und so wirklich überzeugend war der Sieg dann auch nicht. Aber obwohl wir es uns auf die Fahnen geschrieben haben, nicht nur erfolgreich, sondern auch attraktiv zu spielen, ist es gut zu wissen, das wir auch einmal anders siegen können.

Allgemein ist es schon überraschend, wie Ralf Rangnick diese Saison seine Kritiker Lügen straft. Jahrelang galt es für viele als Fakt, das Rangnick jedem Trainer und Trainerkandidaten sein eines, festes Spielsystem aufdrücken würde. Schaut man sich nun die bisherige Saison an, scheint dieses feste Spielsystem allerdings nicht wirklich zu existieren.

Ich hatte vor längerer Zeit einmal erwähnt, dass unser Trainer bei einer Mitgliederversammlung einmal stolz ein Video zur "Philosophie" hinter dem gespielten Fußball gezeigt hatte. Darin enthalten endlose kleine Facetten. Weniger ein System, eher ein ganzer Baukasten, mit dem sich fast schon beliebige Systeme zusammenbauen lassen. Zudem zeigt er diese Saison auch, dass er durchaus alles den Möglichkeiten des Kaders und auch der Notwendigkeit des Gegners unterordnet. Sicherlich auch ein Faktor, den man bedenken sollte, wenn man über einen Nachfolger spekuliert. Wenn der jeweilige Trainer genug überzeugt ist von seiner Spielweise und sich im Idealfall noch mit ein paar Bausteinen aus dem Spielphilosophie Kasten bedient (Von denen jeder halbwegs modern agierende Trainer wohl selbst schon einige verwendet), wird Ralf Rangnick ihn wohl kaum in die Spielweise hereinreden.

Das Spiel selbst war, wie schon gesagt, sicherlich nicht das beste der Mannschaft. Und doch sticht ein Punkt für mich heraus. Nachdem Poulsen durch seine kleine Krise nicht mehr zum Stamm gehört, sind die Möglichkeiten für Kopfbälle doch sehr begrenzt. Man hatte das Gefühl das Sandhausen durchaus gern auch einen Freistoß Leipzigs akzeptiert, egal wie nah am Tor, da diese eher verpuffen, als irgendwie verwertet werden können. Das der entscheidende Treffer dann nach einer Ecke mit Kopfball fällt, selbst wenn es der Abstauber danach war, kann man schon fast als Zeichen gelten lassen. Es ist sicherlich schwer, eine Lösung zu finden, so lang sehr wenig Kopfball starke Spieler im Kader sind. Und doch sollte man auch in der Luft gefährlich sein, bevor die Gegner allzu oft auf die Idee kommen "Klären wir halt zu Standards, die sind bei denen nicht gefährlich".



Vorschau SV Sandhausen - RB Leipzig

Freitag, 30. Oktober 2015


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Das Pokalspiel ist sicher noch im Hinterkopf, doch die Liga steht schon vor der Tür. Und das nicht mit irgendeinem Spiel. Auswärts geht es zum SV Sandhausen. Sandhausen? Da war doch irgendwas, werden sich einige jetzt fragen. Ja, wer ganz tief in jenen Erinnerungen gräbt, die man aus der Vorsaison wahrscheinlich tief vergraben und ausgeblendet hat, wird sich an eine offene Rechnung erinnern. Mit 0:4 deklassierte Sandhausen die Roten Bullen letztes Jahr in der eigenen Red Bull Arena und begrub damit selbst bei den größten Optimisten jegliche Aufstiegshoffnung.

Realistisch gesehen, hätte man vorher wohl schon auf St. Pauli 3 Punkte für einen Aufstieg mitnehmen müssen, doch die brachiale Heimniederlage gilt für viele sicherlich als sinnbildlich für den Nichtaufstieg der letzten Spielzeit.

Der SV Sandhausen startete furios in die neue Saison. An den ersten 3 Spieltagen setzte es gleich drei Siege, dabei sogar ein 6:0 auswärts gegen Paderborn. Doch man konnte diese Form nicht halten. In Freiburg verlor man klar mit 1:4 und obwohl danach auch noch Siege kamen, zeigte nicht zuletzt das 0:0 gegen Bielefeld, das bei Sandhausen nicht alles rund läuft.

SV SandhausenRB Leipzig
Tabelle72
Tore2118
Gegentore1311
Ballbesitz44%54%
Gew. Zweikämpfe50%49%
Fouls196238

Und Trainer Alois Schwartz plagen noch wesentlich größere Probleme als die Leistungsschwankungen. Bei einem Blick auf die Verletzungsliste scheint gefühlt der halbe Kader der Sandhausener zumindest angeschlagen. Die Offensiven Schlüsselspieler Wooten und Jovanovic mussten schon beim DFB Pokal Spiel gesundheitlich passen. Zudem sorgte das, bis zum Elfmeterschießen, dauernde Pokalspiel für neue Probleme. Sollten sich Kister, Linsmeyer und Kosecki nicht bis zum Spiel von ihren Blessuren erholen würden drei weitere Stammspieler aus der Saison im Spiel fehlen. Um die Probleme komplett zu machen, muss Linksverteidiger Paquarada auch noch seine Gelbsperre absitzen.

In einem Kader, der in der Breite sicherlich keine gleichbleibende Qualität bieten kann, sicherlich keine gute Ausgangsposition. Dazu dürfte allen Spielern, die im Pokalspiel gegen Sandhausen dabei waren, das lange Spiel noch in den Knochen stecken. Bei einem Gegner wie Leipzig, der läuferisch sicherlich alles abverlangt, nicht die ideale Ausgangsposition.

In Leipzig stehen Ralf Rangnick da schon mehr Möglichkeiten zur Verfügung. Freilich wird nach dem grotesken Auftritt im Pokal wohl kaum ein Ersatzspieler den Weg in die Startelf finden. Nur für die Gelbsperre von Ilsanker bietet sich ein neuer Platz gegenüber dem Sieg gegen Düsseldorf an. Außerdem fällt etwas überraschend Forsberg für das Spiel aus. Sicher ein herberer Schlag, nach dessen starken Leistungen bisher.

Die Taktik dürfte dabei klar sein. Den Pokal aus den Köpfen bekommen, an die starken Leistungen der letzten Spiele anknüpfen. Sicherlich auch versuchen, es nicht ganz so spannend werden zu lassen, Richtung Spielende. Entscheidend dafür natürlich die Dauerbaustelle Chancenverwertung. Es wäre sicherlich nicht das falsche Spiel, um gerade an dieser zu arbeiten.

Die 0:4 Blamage in der letzten Saison, erschwert auch noch durch die Tatsache, das die Fans den Spielern genau vor diesem Spiel ihre Solidarität beim Training bekundet hatten. Dazu die Pokalniederlage diese Woche. Im Grunde müsste jeder Spieler bis in die Haarspitzen motiviert sein, gegen Sandhausen ein Ausrufezeichen zu setzen.

Die Fans sind sicherlich bereit für dieses, muss die Mannschaft nur noch liefern.

Datum/ZeitSonntag, 01.11.2015, 13:30 Uhr
GegnerSV Sandhausen
Marktwert des Gegners*11,45 Mio
Liga2. Bundesliga
SpielortHardtwaldstadion(15.414 Plätze)
Trainer des GegnersAlois Schwartz (seit 07/2013)
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DFB Pokal: SpVgg Unterhaching - RB Leipzig

Mittwoch, 28. Oktober 2015


Das die höchste Niederlage der Saison aus einem Pokalspiel gegen einem Viertligisten resultiert, hätte wohl niemand erwartet. Doch es ist passiert, mit 0:3 verlor RB Leipzig in Unterhaching und das nicht unverdient.

Zum Spielverlauf muss man nicht viele Worte verlieren. Wer es nicht gesehen hat. Man lief mit 9 Wechselspielern auf, ließ sich vom Viertligisten ungefähr 25 bis 30 Minuten völlig überrennen, kam dann besser ins Spiel, doch gegen einen Gegner, der sich natürlich verbissen an das halten dieses Ergebnisses klammerte, nicht zum Torerfolg. Quasi als Quittung kassierte man auch noch das 0:3.

Von Blamage wurde schon gestern des öfteren geschrieben. Ganz so dramatisch ist das Ergebnis jedoch nicht. Es ist weder peinlich, noch von irgendeiner Aussagekraft für die Saison. Unterhaching machte ein starkes Spiel und RB Leipzig ein sehr schlechtes. Dinge die auch früher passierten und die wohl auch in Zukunft irgendwann wieder vorkommen werden. Auch wenn es viele nicht hören wollen, die Liga zählt, der Pokal wäre ein schöner Bonus gewesen. Wichtig ist das sich niemand verletzte und das jene Spieler, die in Sandhausen auflaufen, das Pokalspiel schnellstens aus ihren Köpfen verbannen. Damit muss Ralf Rangnick nun auch den Spagat schaffen, zwischen Kritik am Spiel gestern und der mentalen Vorbereitung auf das so wichtige Saisonspiel.

Trotz allem wirft die gestrige Leistung natürlich Fragen auf. Natürlich standen zum Anfang viele Ersatzspieler auf dem Platz und natürlich fehlte denen jegliche Eingespieltheit. Und natürlich standen einige davon sicher auch unter speziellen Druck sich unbedingt präsentieren zu wollen. Und trotzdem. In unserer ambitionierten Mannschaft befanden sich gestern fast ausschließlich Spieler im Kader, die sich selbst wohl nicht nur als gut genug für die Startelf sehen, sondern sicher auch mit der 1. Bundesliga liebäugeln. Mit solche einem Anspruch kann man sich nicht fast eine halbe Stunde von einem Viertligisten vorführen lassen. Dass man dann nicht ein einziges Tor hinbekommt, zeugt ebenfalls nicht davon, das die Leistung auch nur irgendetwas mit dem Anspruch zu tun hat.

Nein, man kann nicht jedem Spieler allein nach der gestrigen Leistung beurteilen. Jeder kann natürlich einmal einen schwarzen Tag haben und keiner sollte nur nach der gestrigen Leistung beurteilt werden. Aber die Wahrscheinlichkeit das alle gleichzeitig einen schwarzen Tag hatten, ist wohl sehr gering. Viel mehr muss man sagen, das wohl nicht jeder seine hohen Ziele erreichen wird und Ralf Rangnick anders letzterer Aussagen im Winter doch schauen sollte, wie der Kader in der Breite besetzt ist. Denn passieren kann in einer Saison viel und nach dem gestrigen Spiel müsste man sich durchaus Sorgen machen, wenn ein Leistungsträger der Stammelf ausfiele.

Auch taktisch könnte man sicherlich etwas Kritik äußern. Ralf Rangnick dürfte gestern wohl gesehen haben, das mehr Offensivspieler nicht unbedingt mehr Torgefahr bedeuten. Nach dem Wechsel von Sabitzer für Nukan war jede Menge Offensivpower auf dem Platz. Leider jedoch mit dem Ergebnis, das sich die Angreifer nicht selten gegenseitig im Weg standen. Es gab keine genauen Passwege mehr und die Aktionen im 16 Meter Raum des Gegners wirkten durchaus chaotisch. Da hätte mehr Breite im Mittelfeld zum Spielaufbau wohl mehr Aussicht auf Erfolg gehabt.

Wie gesagt sollte man das ganze nicht überbewerten. Der Pokal lebt davon, das Favoriten Fehler machen und kleinere Teams mit guten Leistungen weiter kommen. Gewinnt man in Sandhausen, ist dies wohl wichtiger als jedes Pokalspiel sein könnte.

Und doch ist ein Faktor noch erwähnenswert. RB Leipzig definiert viel Image aus ihrer Jugendarbeit. Wir holen Top Talente, haben ein top modernes Trainingszentrum und ein vielleicht einzigartiges, modernes Jugendkonzept. Ralf Rangnick erwähnte erst kürzlich in einem Presseinterview, das dem großen Chef unseres Hauptsponsors Talentförderung am wichtigsten ist. Gestern auf dem Platz standen viele Spieler, die frühere Stammplätze verloren hatten. Zudem ein 25 jähriger Torwart, der bisher nicht an Coltorti heran kam und ein aus Verletzung zurückgekehrter Nukan. Das ein Verein wie RB Leipzig in solch einen Spiel, wo scheinbar jeder die Chancen bekommen sollte, kein einziges eigenes Talent im Kader hat, das sich zumindest für ein paar Spielminuten beweisen könnte, ist schon tragisch.

Wenn es überhaupt etwas gibt, das einem peinlich sein sollte, dann das.

DFB Pokal: Vorschau SpVgg Unterhaching - RB Leipzig

Dienstag, 27. Oktober 2015


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DFB - Pokal! In früheren Zeiten hätte dies die Augen so ziemlich jedes RB Leipzig Fans leuchten lassen. Jeder, der damals schon dabei war, erinnert sich an die legendären Pokalspiele. Gegen Wolfsburg natürlich, aber auch in jüngerer Zeit gegen Aue oder Paderborn. Sicherlich erinnert man sich auch an die Niederlagen gegen Augsburg.

Doch so wirklich will der Funke zu dem Spiel nicht überspringen. Zu spannend momentan der Spitzenkampf in der Liga und ein kleinerer Gegner auswärts sorgt auch nicht für frühere Pokalstimmung.

Genau da liegt auch die Gefahr. Mit Unterhaching trifft man auf einen Gegner, den man noch gut aus der Zeit in der 3. Liga kennt. Mittlerweile in die Regionalliga abgerutscht, spielt man im oberen Teil der Tabelle. Wirklich zu erreichen gibt es für die Hachinger jedoch nichts. Jahn Regensburg thront mit überragender bisheriger Saison klar über allen, hat nach 16 Spielen schon 7 Punkte Vorsprung auf Platz 2 (Auch wenn die U23 des FCB noch ein Nachholspiel hat).

Dass man in Unterhaching überhaupt in dieser Runde steht, ist ihrem überraschenden Sieg gegen Neu-Erstligisten Ingolstadt zu verdanken. 2:1 siegte man in dem Duell, kann sich damit nun auf ein weiteres Highlight und natürlich auch auf einen dicken finanziellen Bonus freuen.

Für Trainer Claus Fromm ist es "ein absolutes Bonusspiel und ein Highlight". Mit dieser Einstellung könnte er sicherlich frei aufspielen lassen, wird sich aber gegen RB Leipzig auf ein Konterspiel beschränken. Und für dieses hat er genau die richtigen Spieler. Reisner und Piller als schnelle Vorbereiter und natürlich Markus Einsiedler als Vollstrecker. Der Torjäger, der Ingolstadt mit gleich zwei Toren ins Verderben stürzte, konnte sich am letzten Wochenende sogar extra für das Pokalspiel schonen. Ein Luxus, den man sich leisten kann, wenn in der Liga wenig nach oben oder unten geht.

Ralf Rangnick möchte zu dem Pokalspiel einigen Spielern eine Chance geben und andere für die Liga schonen. Bei Pokal und "schonen" dürften einige Fans ein nervöses Zucken in den Augenliedern bekommen. Beispiele, wo dies schief ging oder zumindest für Zittersiege sorgte, sind zahlreich. Da fallen einem natürlich sofort die Spiele gegen Neugersdorf ein. Aus denen resultierte ein Elfmeterkrimi und ein Ausscheiden im Landespokal.

Auch bei der Niederlage gegen Zwickau 2012 nahm man das Spiel wohl auf die leichte Schulter, zumindest bis zum Abpfiff der Niederlage. Und zum Osnabrück Spiel, in dieser Pokalsaison muss man wohl wenig sagen.

Und trotzdem. Trotz das mindestens Coltorti und Selke eine Pause bekommen und Forsberg wegen Zahn OP nicht zur Verfügung steht. Mit Gulasci rückt ein erfahrener Torwart nach und beim Rest muss man sehen, wer Ralf Rangnick im Training überzeugt. Der Kader ist hochkarätig besetzt, die Mannschaft ist in Top Form und die Vereine trennen auch etwas mehr Ligen, als es in den oberen Beispielen der Fall war.

Und ich bin mir sicher, Ralf Rangnick wird das Spiel nicht so leicht nehmen wie damals Felix Magath, als er schon fast hilflos mit ansah, wie die Leipziger mit Frahn, Röttger und Rockenbach seine hochgepriesene Mannschaft in nullkommanix zerlegten.

Datum/ZeitDienstag, 27.10.2015, 20:30 Uhr
GegnerSpVgg Unterhaching
Marktwert des Gegners*1,63 Mio
LigaDFB Pokal
SpielortAlpenbauer Sportpark
(15.053 Plätze)
Trainer des GegnersClaus Schromm (seit 07/2015)
TV & StreamSky Sport 9
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RB Leipzig - Fortuna Düsseldorf

Samstag, 24. Oktober 2015


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Aufstellung

Coltorti 
Klostermann, Orban, Compper, Halstenberg 
Ilsanker, Demme
Kaiser (C), Sabitzer, Forsberg
Selke.

Wie zu erwarten setzte Ralf Rangnick auf die Formation des Bochum Spieles. Die Stammelf soll sich weiter einspielen und damit zu höherer Präzision kommen. Auch wenn dies im Sturm noch nicht bis zum Abschluss gelingt, sieht man doch das die Zuspiele schneller gehen können und vor allem Compper profitiert momentan stark von seinen Einsatzzeiten.

Sicher ein Beispiel dafür, das selbst Einsätze in der U23 keine Liga Minuten in der 1. Mannschaft ersetzen können. 

Spielverlauf

Die Fronten waren schon vor Beginn des Spieles klar. Leipzig galt als Favorit und wollte 3 Punkte. Für Düsseldorf wäre alles, was keine Niederlage wäre, in der aktuellen Situation ein Erfolg gewesen. Folglich galt es eher die Leipziger Angriffe zu unterbinden und auf Konter zu hoffen.

In den ersten Minuten zeigte sich dies dann auch auf den Platz. Es spielte nur Leipzig, kein Versuch der Düsseldorfer kam auch nur in die Nähe einer gefährlichen Situation. Zwei Dinge wurden in den Anfangsminuten klar. Erst einmal schien man nun stärker die Funktionalität der Abseitsfallen zu testen und Angriff auf gleicher Höhe einzuleiten, was die hohe Anzahl der Abseitspfiffe erzeugte. Und zum Zweiten wurde sofort klar, das Forsberg wieder in Höchstform war. Forsberg auf Selke, Forsberg auf Sabitzer, Forsberg allein, kaum ein gefährlicher Angriffszug, an dem der schwedische Nationalspieler nicht beteiligt war. Nur ein Tor entstand daraus leider nicht.

Starke Anfangsminuten, die man jedoch leider nicht hielt. Nach zehn bis fünfzehn Minuten beruhigte sich das Spiel zusehens. Obwohl der Gegner immer noch absolut ungefährlich agierte, ließen es die Leipziger gemütlich angehen. Angriffe mit weniger Tempo kamen natürlich noch schlechter durch die kompakt stehende Düsseldorfer Defensive und so verflachte das Spiel extrem. Lange Bälle, kombiniert mit ein paar kurzen hektischen Aktionen im Strafraum. Nicht das in Leipzig favorisierte Spiel und auch kein wirklich Gefährliches.

Warum man sich einbrach oder sich vielleicht auch nur von der Passivität des Gegners anstecken ließ, ist schwer zu beurteilen, Ralf Rangnick schien es an der Linie jedenfalls nicht zu gefallen. Verständlich.

Die Halbzeit näherte sich, die Zuschauer hatten sich wohl zumeist schon überlegt, wie sie sich in der Pause über den mangelnden Biss der Mannschaft beschweren wollten, da belohnte man sich überraschend dann doch noch. 45. Minute. Einer der vielen Eckbälle, bei denen man sich arg schwer mit der Verwertung tut. Der Ball wird dann auch Richtung Mitte rausgeleitet, dort steht Klostermann, gibt zurück in den Strafraum, direkt vor das Tor auf Forsberg. Und das Geburtstagskind belohnt sich natürlich mit dem Tor, 1:0.

Halbzeit. Der Ärger war vergessen, die Führung da. Wer im Stadion die Möglichkeit hatte, sah zu diesem Zeitpunkt sicher das Bochum 2:0 führte. An der Tabellenposition schien sich somit nichts zu ändern.

Die zweite Hälfte begann ohne Wechsel. Weiter war Rasenballsport am Drücker und Düsseldorf passiv. Zu früheren Zeiten lautete in Leipzig nicht selten die Fußballweisheit "Versenkt man seine Chancen nicht, tut es der Gegner". Und in der 52. Spielminute wäre auch dies fast wieder passiert. Düsseldorf im Leipziger Strafraum, Coltorti sprintet vorschnell heraus, faustet den Ball aber nur weg. Er landet wieder bei einem Düsseldorfer, dieser schießt, aber trifft nur den Pfosten. Glück in dieser Situation.

Scheinbar merkten nun auch die Roten Bullen, dass man etwas mehr machen muss und gingen wieder gefährlicher zu Werke. In der 64. Minute dann mal ein Angriff wie aus dem Bilderbuch. Forsberg gewinnt einen Zweikampf im Mittelfeld und sofort geht es schnell nach vorn und zwar von der kompletten Angriffsreihe. Schnell hat er die Wahl zwischen 3 Anspielstationen, alle in aussichtsreicher Position. Forsberg wählt den präzisen Pass zu Sabitzer und dieser versenkt den Ball aus dem Lauf. Ich bin mir sicher, dass Ralf Rangnick diesen Spielzug bei der Videoauswertung würdigt. So knackt man auch defensiv agierende Gegner. In dem man sich mehr Möglichkeiten schafft, als diese verteidigen können.

Es hätte ein ruhiger Sieg werden können, doch nach Leipziger Tradition fehlte noch der Zittermoment. Sabitzer verließ das Feld (65.), Poulsen kam für ihn. Dann die 75. Minute. Eckball Fortuna, Kopfball, Tor. Unspektakulär, aber irgendwie diese Saison schon gewohnt. Rangnick brachte Jung für Forsberg, später sogar noch Sebastian für Kaiser. Das man sich in Leipzig einmal zum Sieg mauert, galt in früheren Zeiten als unmöglich. Trotzdem meiner Meinung nach eine wesentliche Verbesserung, dass man mittlerweile nicht mehr zwanghaft am "Alles nach vorn!" festhält.

Es reichte am Ende für den 2:1 Sieg und die Freude der Fans war sicherlich noch größer, als Sie mitbekamen, das Tomas Oral, der alte Haudegen, es irgendwie geschafft hatte mit dem FSV aus einem 0:2 ein 3:2 gegen Bochum zu machen.

Statistik

RB LeipzigFortuna Düsseldorf
Tore21
Torschüsse196
Ballbesitz58%42%
Angek. Pässe74%61%
Gew. Zweikämpfe51%50%
Fouls1815
Laufleistung (km)119,2119,0
Sprints205200

Bester Spieler

Natürlich möchte ich in dieser Wertung möglichst nicht immer dieselben Spieler würdigen.

Und es gäbe viele, deren Leistung man hervorheben könnte. Klostermann und Halstenberg stark. Compper mit einen der besten Spiele für Leipzig, an die ich mich so erinnern kann. Kaiser, Demme, Ilsanker dominant im Mittelfeld.

Und trotzdem. Forsberg spielt momentan, als hätte ihn der Fußballgott persönlich geküsst. Er scheint überall zu sein und liefert in der Angriffsbewegung Pässe und Vorlagen, die einem Bilderbuch entsprungen sein könnten. Natürlich hatte auch er, wie so ziemlich alle Offensivspieler, durchaus Chancen, die leichtfertig vergeben wurden, Thema Chancenverwertung.

Aber trotz dieser Tatsache kann zum besten Spieler des Spieles nur einer gekürt werden: Emil Forsberg!

Fazit

Fängt man bei so einem Spiel zuerst mit dem positiven oder mit dem negativen an? Zum Spielerischen muss man sagen, das es immer noch zu viele Torschüsse gibt, die unnötig verschenkt werden. Bei einem Gegner, der so passiv agiert und so vielen Möglichkeiten, sich in den Strafraum zu spielen, muss man auch Situationen schaffen, in denen Zählbares herausspringt.

Weiterhin kann man eine Sache nicht ignorieren. Düsseldorf schlägt eine Ecke und schießt ein Kopfballtor. Auf der anderen Seite versuchen wir aus endlos Ecken mit schier unendlichen Versuchen, ein Tor mit dem Spiel am Boden zu machen. Da muss man sich schon fragen, ob wir nicht auch ein paar Möglichkeiten haben müssten, dass einfach einmal jemand hochsteigt und sich ebenfalls an einem völlig unspektakulären Kopfballtor versucht, bei dem es egal ist, ob der Gegner mit allen 11 Spielern im eigenen 16er steht.

Aber genug gemeckert. Wenn man auf einen direkten Aufstiegsplatz springt, gibt es wenig Grund ein Spiel zu zerreden. Wir begannen die Saison im völligen Chaos, steigerten uns auf ein dominantes Spiel, was aber nichts einbrachte. Nun sind wir in der Entwicklung soweit, dass zum ersten Mal in der Vereinsgeschichte der 2. Bundesliga drei Siege hintereinander heraus sprangen. Nur 3 Mal standen wir bisher auf diesem 2. Tabellenplatz der 2. Bundesliga. Alle drei Mal in Anfangsphasen der jeweiligen Saison, wo dieser noch wenig aussagte.

Natürlich will man jetzt mehr. Natürlich ist der Druck zum Spiel in Sandhausen nun da. Aber trotzdem gab es seit dem Aufstieg kaum einen Spieltag, wo man einmal zufriedener sein konnte. Und am Rest wird Ralf Rangnick sicher noch arbeiten.



Vorschau RB Leipzig - Fortuna Düsseldorf

Freitag, 23. Oktober 2015


©Red Bull GmbH and GEPA pictures GmbH

Wie schnell sich im Fußball doch alles ändern kann. Den ganze Saisonstart über, war man in Leipzig unter Druck. Die Ergebnisse passten nicht zu den Ansprüchen, der Kader wollte nicht stimmig werden und ständig schwebte die Sorge mit, den Anschluss zu verlieren. Durch den Sieg im Bochum scheint sich dies nun erstmalig in dieser Saison geändert zu haben. Es fühlt sich an, als hätte man nun die Chance den Spieß umzudrehen, zu agieren, statt nur zu reagieren.

Auf den Relegationsplatz stehend, schaut man auf die Spitzenplätze und diese scheinen nicht mehr allzu weit entfernt. Doch natürlich muss man nun seine Aufgaben in den nächsten Spielen erfüllen. Auch wenn man die Spiele gegen die direkten Aufstiegskonkurrenten hinter sich hat, in den vergangenen Jahren tat man sich gerade gegen Teams aus dem unteren Tabellenfeld eher schwer und wer an das Spiel gegen 1860 München erst vor kurzem denkt, weiß das man sich noch nicht zu sicher sein sollte.

Eine ähnliche Situation erwartet uns nun am heutigen Freitag, nur als Heimspiel. Düsseldorf steht auf Platz 16 der Tabelle, tief unten drin. Nach der letzten Saison im gesicherten Mittelfeld, teilweise sogar mit Blick auf die Top Plätze der Liga, sicherlich keine zu erwartende Situation. Natürlich ging es schon am Ende der letzten Saison leicht abwärts, mit nur 2 Siegen bisher unterbietet man jedoch sicher alle Erwartungen.

Im Grunde beweist Düsseldorf, wie schwierig es in Deutschland für Mannschaften ist, die aus der 1. Bundesliga absteigen. Sofort wieder als Aufstiegskandidat gehandelt, versuchte Düsseldorf viel und schaffte trotzdem den Wiederaufstieg nicht. Quasi als Ergebnis rutschte man immer tiefer in die Probleme rein und muss nun sogar Punkte gegen die Abstiegsplätze sammeln.

RB LeipzigFortuna Düsseldorf
Tabelle316
Tore169
Gegentore1013
Ballbesitz54%54%
Gew. Zweikämpfe48%51%
Fouls220171

Trainer Frank Kramer kam dabei erst im Sommer und hadert noch mit den Lösungsmöglichkeiten. Mit dem System und mit den spielerischen Möglichkeiten und auch mit ein paar gesundheitlich angeschlagenen Spielern. Man hat nun auch nicht mehr wie in der Vorsaison einen überragenden Benshop, der Spiele notfalls mit Einzelaktionen entscheiden kann, dieser spielt nun für Hannover, zumindest wieder, sobald er seine aktuelle Verletzung auskuriert hat.

Kramer sagte über Leipzig "Sie spielen das beste Pressing der Liga. Dadurch können sie schnell umschalten". Das dürfte dann auch die Taktik von Düsseldorf auf ein zu erwartendes defensives Spiel beschränken. Mit Kontern und möglichst viel destruktiven Versuchen, Schnelligkeit und Kombinationsfreude der Roten Bullen zu unterbinden.

In Leipzig wird Ralf Rangnick natürlich wenig an der erfolgreichen Formation vom Düsseldorf Spiel ändern. Das Orban / Compper Gespann scheint in der Innenverteidigung gesetzt und dürfte, falls sich keiner der beiden verletzt, wohl frühstens in Gefahr geraten, wenn Nukan wieder fit ist. Die Offensive glänzte gegen Bochum nicht unbedingt mit der Verwertung guter Möglichkeiten, dies kann man aber guten Gewissens auch an der starken Defensivleistung der Bochumer festmachen.

Der Vorverkauf brach bisher keine Rekorde, was irgendwie bei einem Freitagabendspiel bei den aktuellen Wetterbedingungen aber auch durchaus zu erwarten ist. Trotzdem. Nicht selten waren es in der Vergangenheit genau solche Spiele, wo man später sagt "Einmaliges Erlebnis, Pech für alle, die das nur am TV erleben konnten".

Das Risiko wollt ihr doch nicht eingehen, oder?


Datum/ZeitFreitag, 23.10.2015, 18:30 Uhr
GegnerFortuna Düsseldorf
Marktwert des Gegners*17,25 Mio
Liga2. Bundesliga
SpielortRed Bull Arena
Trainer des GegnersFrank Kramer (seit 07/2015)
TV & StreamSky Bundesliga
AudioBullenfunk.fm
Sport1.fm
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