RB Leipzig - Chemnitzer FC

Sonntag, 6. April 2014

Viel wurde vor dem Sachsenderby spekuliert. Spiele gegen Chemnitz hatten immer eine Brisanz und die Statistik in Ligaspielen sprach bisher eindeutig für Chemnitz.

Über 17000 Zuschauer wollten sich das Duell keinesfalls entgehen lassen und das Spiel sollte Sie nicht enttäuschen.

Alexander Zorniger schickte die bewährte Formation aufs Spielfeld. Nach Jungs Gelbsperre rückte auch die Defensive wieder in die bewährte Formation mit Heidinger auf links und Teigl auf rechts. Schon in den ersten Minuten zeigten sich die Leipziger hoch motiviert, zuerst scheitert Poulsen noch am Chemnitzer Torwart um wenige Sekunden später sogar an diesem vorbei zu sein. Bankert erwischt den Ball jedoch noch kurz vor der Linie und rettet Chemnitz damit vor dem frühen Rückstand. Dies alles passierte in weniger als 5 Minuten Spielzeit und an der Dominanz der Leipziger sollte sich erst einmal nichts ändern.

Man drängte die Gäste immer wieder in die eigene Hälfte und fing Kontermöglichkeiten durch schnelles und frühes Pressing ab. Obwohl sich fortan scheinbar jeder Rote Bulle am Tore schießen per Kombinationsfußball versuchte, war es am Ende wieder einmal eine Einzelaktion die den Erfolg brachte.

24. Minute, Chemnitz verliert den Ball und die Leipziger wechseln gekonnt die Seiten auf Fandrich. Dieser zieht einfach mal aus gut 30 Metern ab und zirkelt den Ball direkt in den Winkel. Wunderschönes Tor. Ich habe Fandrich ja schon in den letzten Blogs gelobt und er bestätigt die Einschätzung momentan in jedem Spiel aufs neue.

Auch das Tor änderte an der Überlegenheit nichts. Umso erstaunlicher dann die 35. Minute. Ein eigentlich harmloser Ball auf der rechten Seite. Mauersberger wird dabei nicht konsequent attackiert, gibt den Ball in die Mitte und Hoheneder ebenfalls nicht energisch genug gegen Hofrath, der keine Probleme hat den Ball anzunehmen und zu verwerten. Völlig unnötiger Ausgleich. Auch wenn der Leipziger Innenverteidiger da auf Bellot hofft, kann er sich einfach in solch einer Situation nicht auf den Torwart verlassen sondern muss die Situation selbst klären.

Führung zunichte, Leipzig drückte jedoch weiterhin aufs zweite Tor. Mit 1:1 ging es in die Pause.
Die Gäste schienen mit der Punketeilung doch relativ zufrieden zu sein und wollten sich wohl auf Konter verlassen. Gewohntes Bild damit auch in Halbzeit 2. Leipzig spielt, Leipzig erkämpft sich schnell Bälle durch Pressing, aber die Chancenverwertung passt nicht. Allgemein viel Ungenauigkeit in dieser Phase des Spiels, bis zum Strafraum meist sehr gut gespielt, aber Gegner die mit Mann und Maus hinten verteidigen, liegen unseren Technikern bekanntermaßen nicht. 

Zur 71. Minute dann der 1. erwartete Wechsel. Daniel Frahn, immer noch verletzungsbedingt angeschlagen verlässt für Palacios das Feld. Der junge Torjäger, der bekanntermaßen zum Winter aus Wolfsburg kam, hatte in den ersten Einsätzen sichtlich Probleme mit der Umstellung vom Jugend in den Männerbereich. Gerade die wesentlich robusteren Verteidiger und die wesentlich körperbetonte Spielweise machte ihm sichtlich zu schaffen. Man sieht jedoch eindeutige Fortschritte in seiner Spielweise und es dauerte auch nur wenige Minuten bis zu seiner ersten Torchance. Dabei überspielt er den Chemnitzer Tormann gekonnt, Conrad rettet die Gäste jedoch in letzter Not.

Die Entscheidung in der 77. Minute. Wenn die derzeitigen RB Fans irgendwann am Kamin sitzen und ihren Enkeln von der legendären Saison 2013/2014 erzählen, wird sicherlich ein Satz wie "Wenn nichts ging, dann kam der Kaiser" fallen. Dominic Kaiser, der Mann für die Situationen wo man unbedingt ein Tor braucht, brachte auch dieses Mal die Entscheidung. Dabei bekommt er in der Situation den Ball im Strafraum lässt Gegenspieler und Tormann chancenlos und zwirbelt den Ball ins Eck. Führung RB Leipzig!

Danach umgedrehtes Bild, Leipzig verteidigte die Führung, und Zorniger nahm zur Absicherung sogar noch Franke ins Spiel. Chemnitz versuchte alles, aber zu spät.

Somit bleibt ein Leipziger Sieg und wieder ein Spiel mehr an dem man den Vorsprung auf Darmstadt verteidigt. Es läuft alles auf ein Entscheidungsspiel gegen Darmstadt hinaus, zu Hause, dort wo Rasenballsport eine Macht ist. Es könnte DAS Highlight der Saison werden. Vorher steht allerdings noch ein Auswärtsspiel bei der U23 von Dortmund an. Und natürlich ist es wichtig sich erst recht auf solche Spiele zu konzentrieren, die gern einmal zwischen die Spitzenspielen untergehen.

Bleibt noch positiv zu erwähnen das Teigl, zu Beginn der Rückrunde oft stark kritisiert, ein sehr gutes Spiel machte. Scheint als kommen alle Leipziger zur richtigen Zeit in Höchstform.


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