Red Bull Soccer KW 43

Dienstag, 29. Oktober 2013

Unterschiedlicher können die momentanen Befindlichkeiten bei den Vereinen kaum sein. Ausgelassener Jubel  und Feierlaune in New York und Salzburg, Frust in Leipzig.

Rasenballsport Leipzig

Es war Sachsenderby Zeit am Wochenende. Der Gästeblock zum zerbersten voll mit Rasenballsport Fans, erwartete man ein hitziges Derby.

Die erste Kuriosität wartete schon bei der Aufstellung. Poulsen wurde aus "disziplinarischen Gründen" nicht berücksichtigt und somit rückte Thomalla in die Startelf.

Leider erinnerte das Spiel von Leipziger Seite aus eher an das Regensburg Spiel. Schon früh kam man unter Druck, schaffte es nicht das eigene schnelle System aufzuziehen und die fehlende Zuordnung ließ Lücken aufklaffen. Weiterhin funktioniert die Absicherung bei Ballverlust immer noch nicht, wodurch daraus stets Gefahr für das Leipziger Tor drohte.

Ging das ganze gegen Regensburg noch gut, wusste Chemnitz dieses zu nutzen. In der 17. und 19. Minute gelang ihnen ein Doppelschlag der vorentscheidend sein sollte. Zorniger reagierte sofort und brachte Sebastian für Jung, worauf kurze Zeit später der Ball nach einer Ecke von Kaiser zum Anschlußtreffer im Netz zappelte. Die erhoffte Aufholjagd blieb jedoch weitestgehend aus. Zwar hatte Leipzig vor der Halbzeit noch ein paar starke Minuten, es blieb jedoch ein gebrauchter Tag, an dem man sich in der 2. HZ sogar noch das 3:1 fing.

Trainer Alexander Zorniger steht mittlerweile vor vielen Baustellen. Das dynamische System aus Vor- und Rückwärtsbewegung scheint für nicht wenige in der Mannschaft anhand der natürlich deutlich höheren Qualität in der 3. Liga schwer umsetzbar.

Oft setzen viel zu viele den Fokus allein nach vorn und lassen damit die Abwehrkette völlig allein. Diese ist selbst noch eher in der Findungsphase, womit individuelle Fehler sofort für Torgefahr sorgen. Ärgerlich ist dies vor allem, da das aushebeln des Systems so für den Gegner relativ einfach ist. Ein langer Pass sofort nach Ballgewinn und man der Weg zum Tor ist meist ziemlich frei.

Nach vorn drückt zudem immer noch das Problem der mangelnden Chancenverwertung (wobei die Anzahl der Chancen in Chemnitz überschaubar war), die doch recht häufigen Fehlpässe sowie die für das System zu vielen Stationen.

Man kann gespannt sein welche Lösungen der Trainer findet.

Red Bull Salzburg

"Revance" schallte es am Donnerstag bei den Salzburgern. Dabei traf man in der Europa League auf Standard Lüttich, an die man böse Erinnerungen aus der Saison 2009/2010 hatte.

Es entwickelte sich ein offener Schlagabtausch bei dem Salzburg in der ersten Hälfte offensiver wirkte und das Lütticher System kaum zur Entfaltung kommen ließ. Kurz vor der Pause zeigte der Schiedsrichter dann Gelb-Rot für Lüttichs Carcela-Gonzalez. Doch noch bevor sich die Salzburger über die Überzahl freuen konnten flog auch Mane mit Gelb-Rot vom Platz.

Nach der Halbzeit kamen die Salzburger mit viel Schwung aus der Kabine, das aufgezogene Offensivspiel mündete dann auch im verdienten 1:0. Kurz darauf dann der nächste Schock für Lüttich, deren Spieler sich mit einer roten Karte weiter dezimierten. Salzburg nutzte dies für das 2:0 und auch wenn Lüttich per Elfmeter noch der Anschlußtreffer gelang brachte Salzburg den Sieg verdient über die Zeit.

Nach 3 Spielen führen die Salzburger damit mit souveränen 9 Punkten die Tabelle der Gruppe C an.

Am Wochenende stand dann noch die Liga auf dem Plan, Lokalduell gegen den SV Grödig, immerhin bis zum Spieltag erster Verfolger der Salzburger. Doch trotz dieser Vorraussetzung waren die Fronten schnell klar. Zwar hätte man in den ersten Minuten noch an ein kampfbetontes ausgeglichenes Spiel denken können, mit fortschreitender Spielzeit entwickelte sich das ganze aber dann doch eher zu der, in dieser Spielzeit oft gesehenen, Salzburger Gala.

Kurz vor der Halbzeit brachte dabei Mane die Roten Bullen in Führung und legte in der zweiten Hälfte dann noch 2 Tore zum Triple drauf.

Mit diesem Ergebnis zieht Salburg nun schon mit 10 Punkten Vorsprung seine Runden in der Liga und scheint auf dem Weg zum Titel kaum aufzuhalten.

Kleine Anekdote am Rande war sicherlich das sich die beiden Trainer in die Haare bekamen, der Grödig Coach zur Pressekonferenz von Überheblichkeit und fehlenden Respekt sprach und Roger Schmidt diese darauffolgend wütend verließ.

Red Bull New York

Entscheidung beim Major League Soccer in den USA. Zwar stehen die Playoffs noch bevor, jedoch war das Rennen um den mittlerweile sehr beliebten Supporters Shield (1. der Gesamttabelle), der mittlerweile auch mit einem Gruppenplatz der CONCACAF Champions League belohnt wird.

Besonders für New York die Möglichkeit international mitzumischen und ihre Leistung endlich auch mit einem Titel zu krönen (auch wenn es nicht der Playoff Title ist).

Als Erster der Gesamttabelle ging man natürlich selbstbewusst in den Spieltag, wusste jedoch auch das bei dem knappen Vorsprung nur ein Sieg reichen würde.

Für Chicago, den Gegner der New Yorker ging es derweil um anderes. Ihnen hätte ein Sieg noch die Playoff Teilnahme sichern können und nach einer sehr guten Bilanz gegen New York schien dies auch möglich. Beide Mannschaften begannen offensiv, doch Chicago konnte die ersten Chancen besser nutzen und ging schon in der 6. Minute in Führung.

Andere Mannschaften wäre der Rückstand evtl. schlecht bekommen, jedoch ließ sich New York nichts anmerken und erspielte sich, getragen vom wie gewohnt guten Support ihrer Fans, weiterhin Chancen.

Und wie sollte es anders sein, es war Thierry Henry, der in der 24. Minute nach weitem Zuspiel nicht lang überlegte und mit einem Hammertor direkt ins Eck für den Ausgleich sorgte. Von da an schien bei New York der Damm endgültig zu brechen und man hatte mehr und mehr das Gefühl Chicago würde überrannt. 5:2 sollte am Ende das Ergebnis werden.

Damit ist New York Support Shield Champion und holt sich damit auch den wohl bisher größten Erfolg. Obwohl die Playoffs vor der Tür stehen und man sich sicherlich auch dort Chancen ausrechnet ist nun erst einmal feiern angesagt.

Während sich die Spieler teilweise schon vor dem Abpfiff in den Armen lagen, griff sich Coach Petke nach dem Spiel das Mikro und richtete dankende Worte direkt an die Fans. Sehr schöne Geste.

Man kann nur hoffen das die derzeitige Form von New York auch in den Playoffs anhält, dann ist auch dort viel möglich.

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