Ab durch die Zweite?!

Donnerstag, 29. Januar 2015

Die Winterpause nähert sich glücklicherweise dem Ende zu und das erste Spiel steht bevor. Im Grunde war es eine eher unspektakuläre Pause, auch wenn einige Transfers, wie der von Damari sich zogen wie der berühmte Kaugummi. Man hatte vergleichsweise wenig Transfergerüchte, obwohl die Spieler, die am Ende kamen, doch schon eine beeindruckende Liste ergeben.

Schaut man über die Verstärkungen und nimmt dazu noch das Durcheinander des Quaschner Transfers, kann man nicht behaupten, das Rangnick und seine Scouts jetzt unentdeckte Juwelen ausgegraben hätten. Viel mehr konzentrierte man sich auf einfach auf Spieler, die man wohl auch ohne großes Scouting hätte einschätzen können. Damari als, trotz Verletzungspause, sicherlich einer der Top Spieler der Liga, den zuletzt verliehenen Reyna aus Salzburg und Emil Forsberg, der sicher beim Champions League Qualifikationsspiel gegen Salzburg in den Fokus rückte.

Dies alles passt zu einer Einschätzung, die man anhand des dann vorhandenen Drucks von außerhalb, wohl nie offiziell machen würde, die aber für viele Fans wohl schon in der Hinrunde glasklar auf der Hand lag. Denn obwohl man gebetsmühlenartig betont, das ein direkter Aufstieg eher ein "nice to have" ist, ist dies so gar nicht das Motto das Red Bull bisher anstrebte. Man will unbedingt in die 1. Bundesliga, womit eines der großen Ziele erreicht wäre.

Nach den winterlichen Transfers nun dürfte für jeden klar sein, das es so etwas wie die "Alles oder nichts" Rückrunde ist. Entweder man steigt auf, alle sind zufrieden und liegen sich anhand des Erfolgs in den Armen oder man steigt nicht auf und man hat jede Menge Geld in den sprichwörtlichen Sand gesetzt.

Was Außenstehende vielleicht für nicht weiter dramatisch halten, denn diese gehen grundsätzlich davon aus, die Vereinsverantwortlichen hätten so etwas wie eine goldene Kreditkarte von Red Bull, mit der Sie machen können was sie wollen, ist für den langjährigen Fan in Leipzig oder auch nur den intensiven Beobachter der Red Bull Investitionen schon gravierender.

Denn man investiert sicher gern Geld in Ziele, wirft es aber nur sehr ungern für Fehlschläge heraus. Somit wird wohl irgendwer, falls es nicht klappt, für die Ausgaben gerade stehen müssen. Und höchstwahrscheinlich würde man das Erdbeben der Antwort Red Bulls trotz der Entfernung problemlos bis nach Leipzig spüren.

Doch beschäftigen wir uns nicht mit negativen Dingen. Der Kader ist mit den 3 Zugängen nun top besetzt und bereit für den Aufstieg. Sicherlich ist das Hauptproblem, das Potenzial komplett abzurufen und gerade am Anfang schon eine effektive Mannschaft auf  den Platz zu schicken. Das Top Einkauf Damari sich nun gerade im Trainingslager verletzt, erschwert den Umbau auf ein funktionierendes 4-3-3 sicherlich, jedoch stoßen wir mittlerweile auch in Regionen vor, wo man erwarten kann, das Spieler nicht mehr Monate brauchen um sich 100% einzufinden.

Schaut man sich an was wir nun für eine Mannschaft zusammenhaben, seien es die alten oder die neuen Spieler, kann man sich nur auf die Rückrunde freuen. Ich erwarte eine Rückrunde, in der man nicht nur erfolgreich ist, sondern auch mehr ansehnlichen Fußball spielt und mehr Torgefahr ausstrahlt. Schafft man es die Chancenauswertung zu erhöhen und die Defensive weiter stabil zu halten, dürfte es für den Rest der Liga sehr schwer sein, Leipzig am Aufstieg zu hindern.

Deswegen bleibt nur als Fazit zu sagen: Lasst uns die Red Bull Arena zu den Heimspielen füllen, lasst und die Mannschaft unterstützen und dann mit voller Kraft "Ab durch die Zweite!"

Kommentar: Ein Trainingslager und die Politik

Dienstag, 20. Januar 2015

RB Leipzig ist in Katar und fühlt sich scheinbar pudelwohl. Schon seit Verkündung kochen dazu Emotionen hoch, wie auch bei den dort trainierenden Bundesligaclubs. Nun gab Rangnick darauf ein Kommentar das nach der Vorstellung die für Trainingslager angelegt wird, auch viele andere Großereignisse im Sport wie jede Menge Olympia Veranstaltungen nicht hätten stattfinden dürfen.

Natürlich kocht auch da die allgemeine moralische Seele, schließlich hat man Katar spätestens seit der WM den Stempel "böse" aufgedrückt.

Ja, in Katar laufen gerade hinsichtlich der WM Verhältnisse, die man in Deutschland bei Stadionbauten sicher nicht finden würde. Und ja, hinsichtlich der hier hart erkämpften Rechte steht Katar für westliche Verhältnisse nicht sonderlich gut dar. Doch das trifft auch auf andere zu. Fragen wir doch einmal die Vereine, die in der Türkei ihr Trainingslager aufgeschlagen haben nach den dortigen Menschenrechten und der dortigen Presse- und Meinungsfreiheit. Wahrscheinlich haben Sie etwa keine Meinung dazu oder eine politisch neutrale.

Wir pflegen im Westen Europas ein sehr hohes Maß an Stolz auf unsere Moral, auf unsere Freiheit, auf unsere Rechte und dies sicher nicht zu Unrecht. Aber seien wir ehrlich, selbst bei Betrachtung anderer europäischer Staaten wird dort schon nicht selten die Nase gerümpft weil das ein oder andere Merkmal nicht an unsere Bedingungen heranreicht. Der Rest der Welt hat quasi gleich verloren.

So könnten wir jetzt sicher sagen "Unterstützen wir keines dieser Länder" und bleiben einfach hier. Spielen wir nur in Westeuropa, schlagen wir unsere Trainingslager nur in Westeuropa auf und wenn wir einmal dabei sind, spielen wir doch jede WM in irgendeinem westeuropäischen Land. Errichten wir am besten gleich eine Mauer, wenn nicht phyisch, dann im Kopf. Was interessiert uns die Welt, wenn es hier doch so schön ist.

Ja das könnten wir tun, ABER WIR SOLLTEN ES NICHT!

Fußball ist ein universelles Medium, Fußball bringt Menschen zusammen, Fußball weckt Hoffnungen, transportiert Emotionen. Wenn die Menschen im Stadion oder an irgendeinen Bolzplatz dieser Welt mit ihrer Mannschaft jubeln oder leiden, dann stehen Menschen mit völlig unterschiedlichen Einstellungen zusammen, mit völlig gegensätzlichen politischen Präferenzen, mit völlig unterschiedlichen sozialen Status und trotzdem vereint sie alle in diesem Moment eines, der Fußball.

Wenn Menschen mit leuchtenden Augen an Trainingsplätzen stehen oder sich wie kleine Kinder über ein Autogramm oder ein Foto mit einem Fußballer freuen, ist es für einen Moment egal, ob es der Slum in Südamerika ist oder das Luxusviertel in einem der Emirate. Jeder hat das Recht auf Fußball und jeder auf der Welt hat das Recht auf diese Emotionen.

Nein, die Vereine haben nicht nur das Recht ihr Trainingslager überall aufzuschlagen, sie haben die Pflicht den Fußball in die Welt zu tragen.

Es gibt einen Grund warum jene die den Krieg und das Leiden von Menschen auf der Welt als Ziel haben, den Fußball bekämpfen. Der Fußball transportiert wo immer er sich befindet, das Gefühl der Freiheit. Er zeigt, das Unterschiede nicht das entscheidende sind, sondern die Gemeinsamkeiten,

Fußball behebt sicherlich nicht alle Probleme und muss auch nicht den Blick auf jene verklären, aber mehr Fußball würde die Welt zu einer besseren machen, daran habe ich keinen Zweifel!

Ein Sturm in Zahlen

Sonntag, 11. Januar 2015


Die Winterpause schreitet vor sich hin und jeder wartet auf die Transfermeldungen. Dabei ist das größte Thema diesen Winter schnell ausgemacht, der Sturm. Zwischen zwei und vier Stürmern lauteten die Meldungen in den Medien, wie viel es am Ende werden wird man sehen.

Doch wo liegen denn die Probleme unseres aktuellen Sturms? Viele Einschätzungen dazu liegen wohl im Auge des Betrachters und spiegeln nicht zuletzt sicher auch wieder wie man zu den einzelnen Spielern steht. Man könnte jedoch auch einmal einen Blick auf schnöde Zahlen werfen. Wie schlugen sich die Sturmoptionen denn in den Zweikämpfen? Wie passgenau spielen Sie? Wie oft schiessen Sie denn überhaupt gen Tor?

Nun ich möchte die Grafiken nicht groß kommentieren. Jeder kann selbst einmal die Werte auf sich wirken lassen und selbst eine Bewertung für sich vornehmen. Zuerst einmal die Einsatzzeiten und Tore.

Kommen wir nun zu den Detailstatistiken. Dort wurde Palacios anhand der extremst geringen Einsatzzeit herausgelassen, da dies sonst zu extremen Zahlen führen würde.
(Quelle:Bundesliga.de)